Mit dem vor zwei Jahren vorgestellten Stumpjumper EVO hat Specialized neue Wege begangen. Anstatt dem Stumpjumper lediglich mehr Federweg und stabilere Komponenten zu verpassen, wurde der Rahmen von Grund auf neu designt. Herausgekommen ist dabei ein sehr interessantes Bike, welches die Werte flacher und tiefer völlig verinnerlicht hat. Das Bike war so radikal anders vom üblichen Specialized Lineup, dass sie mit einem Alurahmen starteten und später eine Carbonvariante nachlegten. Das Feedback scheint großartig gewesen zu sein, denn für das Modelljahr 2021 geht Specialized mit dem Stumpjumper EVO nämlich „all in“ und spendiert ihm einen neuen Carbonrahmen.

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Stumpjumper EVO S-Works

Produktvorstellung des Specialized Stumpjumper EVO

Vorbei sind also die Zeiten des nostalgischen Aluflitzers. Angekommen im Produktjahr 2021 setzt Specialized bei der gesamten Produktpalette des EVO auf die Kohlefaser. Das hat natürlich den Vorteil, dass nun jeder in den Genuss eines Staufachs im Unterrohr kommt. Hier hat Specialized für das neue Modelljahr 2021 etwas  nachgelegt. Neben der Vergrößerung des Staufachs um 15 % haben wir nun auch die Möglichkeit eine mitgelieferte  SWAT Blase mit 650 ml Volumen ins Unterrohr zu legen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Statt der Blase können natürlich auch Regenjacke, Gummibärchen oder Ersatzschläuche aufbewahrt werden.

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Mit 15 % mehr Stauraum wird ein Rucksack völlig überflüssig.

Den Einstieg bei den neuen Stumpjumper EVO Modellen bildet das Comp Modell für 4.499 €. Eine prall gefüllte Geldbörse benötigt man für das Topmodell S-Works, für das 10.499 € fällig werden.
Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kompletträder und die Option auf einen S-Works Rahmen.

Geometrieupdate des Stumpjumper EVO

Das Specialized Stumpjumper ist bei den Amerikanern zweifelsfrei das Bike für alles. Mit dem Kürzel „EVO“ ändert sich das grundlegend. Ein superflacher Lenkwinkel und ein tiefes Tretlager laden nämlich dazu ein, im Deathgrip durch Anlieger oder die Luft zu fliegen. Das Wort des Jahres 2021 wird bei Specialized wohl „Customisation“ gewesen sein. Die meisten Neuerungen verstecken sich nämlich in der Geometrie. Kannten wir beim Vorgänger bereits die „Low“ und „High“ Einstellung, kommt im neuen Modelljahr noch die Anpassung durch Offsetbuchsen am Steuersatz dazu. Das ermöglicht dem Tüftler sechs verschiedene Geometriesettings.

Wie Eingangs erwähnt, geht Specialized sehr stark auf die Bedürfnisse der Fahrer ein. Mit Hilfe der Geometrieanpassung ist es nämlich auch möglich, das neue Stumpjumper EVO als Mulletbike (27,5″ hinten / 29″ vorne) zu fahren. Damit das Tretlager bei dem kleineren Hinterrad nicht zu weit Richtung Boden sinkt empfiehlt sich die hohe Einstellung.

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Mit der Erweiterung des Federwegs von 140 mm auf 150 mm am Hinterbau verschwimmen die Grenzen zwischen Stumpjumper EVO und Enduro immer weiter und sollten so für noch mehr Potenzial in ruppigen Gelände sorgen.

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Was bringt mehr Federweg, wenn dieser nicht sinnvoll auf den Boden gebracht werden kann? Natürlich hat sich Specialized die selbe Frage gestellt und an der Kinematik gearbeitet um mehr Traktion und Durchschlagschutz zu bieten. Vorbild war dabei der große Bruder Enduro.

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Mit der Einführung des „S-Sizing“ legt Specialized hohen Wert darauf, jedem Fahrer das ideale Bike für seine Bedürfnisse zur Seite zu stellen. Fahrer mit kurzen Beinen und einem ausgeprägten Drang für ruppige Abfahrten können z.B. eine Rahmengröße hochgehen. Andersherum können natürlich Fahrer die ein agileres Rad suchen auch eine Rahmengrößere herunter gehen und sich über massig lange Sattelstützen freuen.

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Text: Thomas Kappel
Bilder: Specialized Pressemeldung
weitere Infos: Specialized

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