Zugegeben, neben Familienbudget-freundlichem Equipment bekommen wir auch Bikes und Komponenten zum testen, welche für die meisten oft nur ein exklusiver Traum bleiben. Natürlich lässt das auch uns nicht kalt, so kann es schon geschehen, dass man das Browserfenster mit dem Trackingservice des Paketdienstes eher einmal mehr als weniger aktualisiert. Kaum ist das Paket endlich abgeliefert, macht sich bereits die ganze Meute wie eine Schar Kinder an Weihnachten über den Karton her.

Tune Blackburner Enduro
TUNE Blackburner Enduro

Auch in diesem Fall, als uns das Paket mit dem TUNE Blackburner Enduro Karbon Laufradsatz erreicht, ist die Spannung auf dessen Inhalt groß. Dies hat seinen Grund: Wenn man die Worte TUNE, King/Kong, Karbonfelgen, Endurotauglich und 1.480 Gramm kombiniert, wird einem schnell klar, dass es sich hier weder um ein alltägliches, noch Familienkassen-freundliches Produkt handelt.

TUNE verwendet die bewährten King und Kong Naben für Vorder- und Hinterrad. Während die Vordere für normale QR15 Steckachsen ausgelegt ist, wählten wir passend zum Testbike den neuen Boost Standard im Heck. Ebenso sind auch alle anderen gängigen Dimensionen erhältlich. Zum Namen Blackburner passend haben wir uns für schwarze Naben und Speichennippel entschieden. TUNE ermöglicht ebenfalls die Auswahl vieler weiterer Eloxalfarben.

Eine ziemlich runde Sache!
Eine ziemlich runde Sache!

Die eigentlichen Eyecatcher des Blackburner Laufradsatzes sind die hauseigenen TUNE Karbon Felgen. Bei deren Außen- und Innenweite von 35 mm und 29 mm bleiben pro Seite üppige 3 mm Karbon-Flanke übrig. Dies sollte für reichlich Stabilität sorgen und gleichzeitig die Tubeless Montage vereinfachen. Das Karbon an der Felgenoberfläche ist lediglich mit einer dünnen Klarlackschicht und dezenten Decals überzogen, so dass die Karbontextur sichtbar durchscheint. Wir finden das gut, denn es wäre schade das Material komplett unter farbigem Lack zu verstecken. Oder anders gesagt: Bei einem empfohlenen Verkaufspreis von 2.078,00 € darf man das Karbon auch gern sehen.

TUNE Blackburner
TUNE Blackburner

TUNE speicht die Blackburner Laufräder traditionell und dreifach gekreuzt von Hand ein. Verwendung finden Sapim D-Light Speichen. Durch die enormen Steifigkeitswerte des Vorjahresmodells konnte laut TUNE deren Anzahl für 2017 auf 28 Stück reduziert werden.

Sapim D-Light Speichen
Sapim D-Light Speichen

Nichts desto trotz spricht die Firma TUNE eine Gewichtsbeschränkung von 100 Kg aus. Daraus macht der Hersteller kein Aufsehen und druckt den Warnhinweis gut sichtbar auf die Felge. Unser Redakteur bleibt deutlich unter der Gewichtsgrenze, sodass wir von einem sorgenfreien Betrieb ausgehen können.

Gewichtsbeschränkung auf 100 Kg Fahrergewicht
Gewichtsbeschränkung auf 100 Kg Fahrergewicht – sicher ist sicher

Technische Daten:

Naben VR/HR: TUNE King/Kong boost, 28-Loch
Felgen: TUNE Blackburner Enduro Karbon 28-Loch
Innenweite 29 mm
Außenweite 35 mm
Hakenloses Profil
Tubeless Ready
Speichen: Sapim D-Light, 28 Stk. pro Laufrad
Gesamtgewicht: 1.492 Gramm
Maximaler Reifendruck: 3 bar
Maximale Reifenbreite: 2,5″
Maximales Fahrergewicht: 100 Kg

Wir werden den Laufradsatz für euch unter verschiedenen Bedingungen testen. Viele Höhen- und Tiefenmeter in den Alpen stehen genauso auf dem Programm wie Enduro-Rennen und die Ausfahrt auf dem Hometrail. Wir sind gespannt wie sich der TUNE Blackburner Enduro Karbon Laufradsatz im Gelände schlägt. Unser Fazit könnt ihr gegen Ende der Saison im Einzeltest auf Cycleholix.de nachlesen.

1 Kommentar

  1. Kommentar: Was bedeutet „hauseigenen TUNE Karbon Felgen“ genau. Werden die Felgen bei TUNE hergestellt?

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