Kompakt, handlich und mit allem was man benötigt um über den Tag zu kommen. So zeigen sich aktuelle Rucksäcke aus dem Touren und Enduro Bereich mit 12 Litern Volumen. Natürlich ist auch Evoc in diesem Segment vertreten und stellte auf der letzten Eurobike den Stage Rucksack vor. Wir haben uns den Begleiter in Ruhe zur Brust genommen und sind begeistert. Was den „kleinen“ Begleiter ausmacht und warum wir so überzeugt sind, klärt unser Test.

Design und Verarbeitung sind erstklassig
Design und Verarbeitung sind erstklassig

Ein Punkt, der Evoc Produkte immer ganz besonders auszeichnet, sind Verarbeitung und Design. Es gibt bei fast allen Produkten eine gedeckte Variante und mindestens eine optisch auffallende, wie unsere Variante in Petrol/Red/Ruby. Beim ersten Kontakt spürt man direkt, dass man bei Evoc mit viel Herzblut an die Entwicklung neuer Produkte geht und die Liebe steckt, wie so oft, im Detail. Angefangen bei dem Brace Link, der für eine simple aber außerordentlich gut funktionierende Einstellung der Schultergurte sorgt. Er verfügt über die Möglichkeit Helme (Fullface oder Halbschale) problemlos am Rucksack zu befestigen und die Befestigung komplett verschwinden zu lassen, wenn sie eben nicht benötigt wird. Und das alles kombiniert mit einer Aufteilung des Innenraums, die absolut keine Wünsche offen lässt.

Geräumiges und durchdachtes Fach für Werkzeug und Co.
Geräumiges und durchdachtes Fach für Werkzeug und Co.

Apropos Innenraum und Aufteilung, beginnend an der Front verfügt der Stage über 4 Fächer. Das vorderste ist die sog. Tool Compartment, welche, wie der Name schon sagt, dafür vorgesehen ist die wichtigsten Utensilien für die Tour sicher zu verstauen. Über Pumpe, Minitool, Ersatzschlauch bis hin zu anderen Kleinigkeiten lässt sich hier alles in unterteilte Fächer verstauen. Auch bei grobem Unfug auf dem Trail fliegt so nichts ungewollt durch den Rucksack. Das obligatorische Brillenfach ist gefüttert und hat ebenfalls eine zusätzliche Unterteilung für Schlüssel und Co. Das große Hauptfach kann dann problemlos für leichte Jacken, Ersatzkleidung oder andere Dinge des Alltags genutzt werden. Auch hier befindet sich eine weitere, separate Reißverschlusstasche die z.B. für das Portemonnaie genutzt werden kann. Das letzte Fach ist für die Trinkblase gedacht und fasst auch problemlos eine 3 Liter Variante von Source und/oder Camelbak. Evoc denkt auch hier an die praktische Klettschlaufe zur Fixierung der Trinkblase. Der Schlauch selber kann links oder rechts am Schultergurt geführt werden. Und um das Ganze abzurunden liefert Evoc auch mit dem Stage eine Regenhülle mit. Kleines Teil mit großer Wirkung und in unseren Augen absolut unverzichtbar.

Das große Hauptfach mit separater Netztasche
Das große Hauptfach mit separater Netztasche

Auf dem Trail zeigt sich der Stage ebenfalls von seiner besten Seite. Der Rucksack sitzt angenehm am Rücken des Fahrers und beengt diesen in keinster Weise. Der sinnvoll positionierte Hüftgurt sorgt in Kombination mit dem verstellbaren Brustgurt für sicheren Halt in hektischen Situationen auf dem Trail, wenn man die Bremse offen lässt. Bergauf überzeugte uns das Air Flow Contact System des Stage. Hier kombiniert man einen Schaumstoff mit einem Mesh um ein hohes Maß an Belüftung bei gleichzeitig sehr guter Passform zu gewährleisten. Selbst in langen Bergauf-Passagen hatte man nie den Eindruck, dass es zu warm am Rücken wird oder man sogar einen Hitzestau provozieren könnte. Hier hat man in unseren Augen in der Entwicklung alles richtig gemacht.

Sorgt für angenehmen Sitz und sehr gute Belüftung - Air Flow Contact
Sorgt für angenehmen Sitz und sehr gute Belüftung – Air Flow Contact

Beide Helmvarianten (Halbschale oder Fullface) hielten bergauf problemlos am Stage und entwickelten kein Eigenleben. Die beiden Varianten zur Befestigung können bei nicht Benutzung problemlos in kleinen Aussparungen verstaut werden und sorgen so für einen sehr aufgeräumten Look des Stage. Protektoren lassen sich wie bei Evoc gewohnt am unteren Teil des Rucksacks mittels Kompressionsbändern befestigen.

Optimale Befestigung für die wichtigsten Helme
Optimale Befestigung für die wichtigsten Helme

Nützliche und vor allem sehr sinnvolle Gimmicks sind die Notfallpfeife und die Notfall-Checkliste im inneren des Stage. Alle Notrufnummern sowie ein grundlegender Ablauf beim Absetzen eines Notrufs sind hier beschrieben und können den Verletzten und/oder den Helfern gut an die Hand nehmen wenn es darauf ankommt. Es sind genau diese Kleinigkeiten, die aus einem guten Produkt ein sehr gutes machen. Und das Ganze in einem Gesamtgewicht von 900g verpackt.

Notfall-Checkliste für den Ernstfall
Notfall-Checkliste für den Ernstfall

Fazit:

Kompakt, leicht, sehr gut belüftet, durchdacht und mit so ziemlich allem ausgestattet was man braucht. Egal ob Verarbeitung, Design, Ausstattung, Features oder der Preis von 130 Euro (UVP), wir haben keinen Punkt zur Kritik am Evoc Stage gefunden. Ein treuer Begleiter, der auf keiner Tour fehlen sollte und dem Fahrer sicher lange Freude bereitet. Für alle, die mehr Platz brauchen gibt es den Stage mittlerweile auch in einer 18 Liter Variante.

1 Kommentar

  1. Evoc macht seid Jahren richtig hübsche Rucksäcke – warum die Protektoren Serie nicht schon längst einen besser durchlüfteten Rücken hat ist mir unverständlich. Das das geht zeigt ja der Deuter Attack http://cycleholix.de/2015/04/test-deuter-attack-20/

    Das würde ich mir von Evoc wirklich wünschen – bringt dieses Lüftungssystem (und das vom Deuter scheint mir noch immer effektiver) endlich in die Protektor-Serie!
    Ich bin immer pitschnass am Rücken!

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