Lupines Piko R haben wir bereits getestet (>>zum Artikel), heute berichten wir über ihre große Schwester Wilma R. Das R verrät es bereits, 2016 ist auch die Wilma mit Bluetooth Fernbedienung erhältlich. Lest in unserem Test, was es sonst noch für Änderungen gibt.

Alles neu für die Wilma in 2016
Alles neu für die Wilma in 2016

Produktvorstellung

Für das Modeljahr 2016 wurde die Wilma komplett neu entwickelt. Neben einer Leistungssteigerung auf 3200 Lumen, wurde vor allem das Gehäuse überarbeitet. Es ist deutlich robuster und funktioneller als im Vorjahr und erfüllt wie alle Lupine Produkte den FL1 Standard. In der R Ausführung ist die Lampe mit der neuen Lupine Bluetooth Fernbedienung erhältlich. Die ausführlichen Daten könnt ihr den Herstellerangaben entnehmen:

Lampenkopf Wilma R 3200 Lumen – 28W
Bluetooth Technologie
Bluetooth Fernbedienung
Leuchtstufen 10 Stufen von 0.3W (45 Lumen) bis 28W (3200 Lumen)
Spezialstufen SOS, Alpines Notsignal, RVLR
Material CNC-gefräst, Aluminium 6061-T6, Shot-peen, hart-anodisiert
Gewicht 120g
Abmessungen (ØxL) 50 x 50mm
Schutzklasse IP 68 (Wasserdichtigkeit)
Linse 26° Optik ( Collimated Lens Technology)
Leuchtmittel 4- Fach Cree XM-L2 U4
LED-Platine Kupfer
Farbtemperatur 6000K (5% Toleranz)
Microprozessor 14-Bit RISC ( 4-Fach PLL)
PCS Aluplatine
Taktung Wandler 32KHz
Prozessortakt 32MHz
Leiterbahnstruktur Kleiner 0.3 mm
Temperaturmanagement aktiv
Umgebungstemperatur – 25°C bis + 70°C
LED Anzeige 5 x RGB LED Osram
LED Hintergrundbeleuchtung 2 x RGB LED Avago
Spannungsanzeige über RGB LED
Akkuwarnung Lampenkopf über Hintergrundbeleuchtung
Entnommene Kapazität über RGB LED
Reservetank je nach Akku und Nutzungsmuster
Anschlusskabel ULT – Ultra Low Temerature (- 40 bis + 80°C)
FL1 Standard
FL1 Standard

Mehr Kühlrippen halten die Hitze im Zaum und garantieren konstante Leistung über längeren Zeitraum. Bis zuletzt wurde die Wilma mit dem Uni-Fit-Halter ausgeliefert. Dieser Halter wurde mit einem Gummiband am Lenker oder Helmhalter fixiert. Der für 2016 neue Halter wird analog zu Lupines weiteren Helmlampen mit zwei Schrauben links und rechts im Gehäuse verschraubt. Weiter hat sich die Kabelführung geändert und geht nun seitlich, statt nach unten ab.

Wie bei allen Lupine Produkten, wird auch die Wilma durch eine intelligente Steuerung vor Überhitzung geschützt. Im Überhitzungsfall wird die Leistung automatisch und in Echtzeit geregelt, so dass zu jeder Zeit die maximal mögliche Lumenzahl zur Verfügung steht. Intelligent geht es auch bei der Programmierung zu. Über verschiedene Tastenkombinationen lässt sich die Anzahl und Leistung der Leuchtstufen, sowie die Akkuleerwarnung programmieren. Die Basics lassen sich komfortabel via Smartphone App einstellen (>>Link Apple App-Store).

Lupine Light Control App
Lupine Light Control App

Geliefert wird die Wilma R 7 in der praktischen Aufbewahrungstasche Pouch in der Größe M. In dieser enthalten sind der Lampenkopf, der Akku, das Netzteil, die Bluetooth Fernbedienung, ein Verlängerungskabel und verschiedene Klettbänder für den Akku und den Helmhalter.

Wilma R 7 Lieferumfang
Wilma R 7 Lieferumfang

Praxis

Lupine führt die Wilma unter der Kategorie Helmlampe, weshalb wir sie zunächst auf dem Helm montiert haben. Lampenkopf und Akku bringen zusammen 394gr auf die Waage, was schon ein Wort ist. Zwar können wir in diesem Zusammenhang nicht von störend sprechen aber das Gewicht ist im Einsatz spürbar. Besser verhält es sich, wenn der Akku per Verlängerung im Rucksack transportiert wird. Der Lampenkopf alleine wiegt 155gr, was auf dem Helm praktisch nicht spürbar ist.

Egal wohin man blickt, Licht, Licht und noch mehr Licht in jeder Ecke. Mit einer Reichweite von 325m (!!) wird auch der letzte Winkel auf dem Trail ausgeleuchtet. Die Lichtmenge und das Leuchtbild sind derart groß, dass bei der Montage am Lenker sogar beim Einlenken in Kurven, genügend Licht im Kurveninneren zur Verfügung steht, was oft ein Manko ist.

Out of the Box ist die Wilma nicht mehr als Lenkerlampe einsetzbar. Der Lenkerhalter ist nicht im Lieferumfang enthalten, sondern als Zubehör im Shop erhältlich (>>Link zum Shop). Die Montage am Lampenkopf erfolgt einseitig mit der beiliegenden Schraube. Das passende Drehmoment ist auf dem Halterarm aufgedruckt. Per Schnellspanner ist die Lampe am Lenker schnell befestigt und der Akku findet seinen Platz z.B. am Oberrohr.

Mit der Bluetooth Fernbedienung können die programmierten Leuchtstufen vom Lenker aus durchgeschaltet werden. Wird eine weitere Lupine R Lampe eingesetzt, z.b. eine Piko auf dem Helm, kann die Bluetooth Fernbedienung gleichzeitig mit Lenker- und Helmlampe gekoppelt werden. So ist es möglich, beide Lampen gleichzeitig mit einer Fernbedienung zu schalten. Jeder Lampenkopf kann wiederrum mit bis zu fünf Fernbedienungen gekoppelt werden, z.B. pro Rad ein Taster.

Ein Taster, zwei Lampen, mehr Komfort geht nicht.
Ein Taster, zwei Lampen, mehr Komfort geht nicht.

Wichtig: Beide Lampenköpfe sollten mit gleichen Leuchtprofilen eingestellt sein. Z.b. vier Leuchtstufen, in absteigender oder aufsteigender Helligkeit. Warum: auf dem Trail schaltet der Fahrer die einzelnen Leuchtstufen nacheinander durch, so wird in einer Abfahrt deutlich mehr Licht benötigt, als Bergauf. Ist nun z.B. die Lenkerlampe mit einem vierstufigen und die Helmlampe mit einem dreistufigen Profil konfiguriert, gibt die Helmlampe nach dem ersten Durchschalten aller Stufen volle Leistung ab, während die Lenkerlampe mit der geringsten Leuchtkraft leuchtet. Ideal wäre aber an beiden Lampen gleichzeitig volle oder geringste Leistung.

Diese Möglichkeit hebt den Flow während einer Tour auf einen neuen Level. Vor der Abfahrt per Fernbedienung die Sattelstütze runter, je nach aktueller Leuchtstufe Tip Tip auf den Taster und der Wald wird taghell, ohne die Hand einmal vom Lenker genommen zu haben…

Keiner muss sich bei Nacht fürchten. So sehen zwei Lupine Lampen bei voller Leistung aus.
Keiner muss sich bei Nacht fürchten. So sehen zwei Lupine Lampen bei voller Leistung aus.

Die von uns getestete Wilma R 7 wird mit dem 6.6 Ah SmartCore Akku und hält laut Lupine 1:45 h bei voller Leistung. Wir haben die Leuchtdauer nicht unter Laborbedingungen nachgemessen. Auf unseren 1,5h bis 2h Touren wurde zwischen 30%-40% Akkuleistung im Mischbetrieb verbraucht.

Kundenservice

Der Lupine Kundenservice genießt einen sehr guten Ruf. Wie gut, durften wir bei diesem Test selbst feststellen. Nach einer harten Bruchlandung auf einer Testfahrt, waren neben einem angeknackstem Ego von unserem Tester Michael das Frontglas und der Reflektor vom Lampenkopf gebrochen. Am Akku hat sich der wasserdichte Deckel gelöst.

Kann passieren, unsere Wilma nach einem harten Sturz
Kann passieren, unsere Wilma nach einem harten Sturz

Nach einem kurzen Telefonat haben wir Lampe und Akku zur Reparatur eingesendet. Bereits zwei Tager später trafen die reparierte Lampe und der reparierte Akku wieder in der Redaktion ein. Laut Lupine eine normale Bearbeitungszeit im Endkundensupport. Ganz großes Kino.

Fazit

Lupine verteidigt auch dieses Jahr wieder seine Position als Klassenprimus in Sachen Beleuchtung. Mit ihren 3200 Lumen flutet die Wilma die Trails mit so viel Licht, dass auf 325m kein Fleck dunkel bleibt. Trotz im Vergleich zur Piko fast doppeltem Gewicht (Lampenkopf + Akku) ist der Einsatz als Helmlampe uneingeschränkt möglich, spätestens wenn der Akku im Rucksack transportiert wird, ist das Gewicht kein Thema mehr.

Neben der gestiegenen Leistung fällt die 2016er Wilma vor allem durch ihr neues Gehäuse und die Bluetooth Fernbedienung positiv auf. Mit dem neuen Halter lässt sich das Zubehörprogramm von Lupine breiter nutzen und die Wilma z.B. mit dem Schnellspann-Lenkerhalter kombinieren. Den größten Mehrwert gewinnt die Lampe allerdings mit der Bluetooth Fernbedienung. Mit ihr lassen sich mehrere R Lampenköpfe gleichzeitig bedienen, was den Flow auf dem Trail unglaublich steigert.

Soviel Ingenieurskunst hat mit 495,-€ UVP seinen Preis, belohnt aber mit Technik auf höchstem Niveau und Top Kundenservice.

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