Ein ungewöhnlicher Angriffsvektor machte Meccha Chameleon zu einem Sicherheitsrisiko: Hacker versteckten Malware in benutzerdefinierten Workshop-Maps auf Steam und verteilten sie so an ahnungslose Spieler. Das Problem ist nun behoben – aber nur teilweise.
Wie die Malware verteilt wurde
Der Angriff fiel zunächst im Freundeskreis eines Nutzers namens Feint auf: Beim Herunterladen benutzerdefinierter Workshop-Maps blitzte kurz ein Eingabeaufforderungsfenster auf – ein klassisches Zeichen für ausgeführten Schadcode. Die genauere Untersuchung ergab, dass manipulierte Maps gezielt Malware einschleusten, die sich beim Download durch Steam automatisch ausführte.
Die Sicherheitslücke lag in der Art, wie Meccha Chameleon Workshop-Inhalte verarbeitete: Schädliche Maps konnten Systembefehle auf dem PC des Spielers ausführen, ohne dass ein weiterer Nutzereingriff nötig war.
Hinweis: Wer Meccha Chameleon gespielt und in letzter Zeit Workshop-Maps heruntergeladen hat, sollte das System mit einem aktuellen Antivirenprogramm prüfen.
Update 3.1.0 schließt die Lücke
Die Entwickler reagierten und veröffentlichten Update 3.1.0, das die Sicherheitslücke im Workshop-System schließt. Neue Maps lassen sich nach dem Update nicht mehr als Malware-Vehikel missbrauchen. Spieler, die das Update noch nicht installiert haben, sollten das vor der nächsten Workshop-Session nachholen.
Kompromittierte Maps, die vor dem Patch hochgeladen wurden, wurden aus dem Workshop entfernt. Ob alle betroffenen Dateien identifiziert wurden, ließ sich bislang nicht vollständig bestätigen.
Discord-Server weiterhin unter Kontrolle der Hacker
Weniger erfreulich ist die Lage beim offiziellen Meccha-Chameleon-Discord: Der Server wurde im Zuge des Angriffs ebenfalls kompromittiert und befindet sich nach aktuellem Stand noch unter Kontrolle der Angreifer. Nutzer, die dem Server beigetreten sind, sollten ihre Discord-Einstellungen prüfen und verdächtigen Server-Links keine Folge leisten.
Der Fall Meccha Chameleon ist ein Beispiel dafür, wie Modding-Ökosysteme zum Angriffsziel werden können. Steam hat bisher keine öffentliche Stellungnahme zum Workshop-Vorfall veröffentlicht. Mehr zum Thema Gaming-Sicherheit und aktuelle News findet ihr in unserem Bereich.