Ein Jahr. So viel Zeit liegt rechnerisch zwischen dem geplanten Release von Final Fantasy 7 Revelation im Frühjahr 2027 und dem Datum, an dem Sony die Produktion physischer PlayStation-Discs endgültig einstellt. Zeit genug für eine Disc-Version, könnte man meinen – aber die Realität ist komplizierter. Square Enix hat intern noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob der dritte und letzte Teil der Remake-Trilogie überhaupt auf Disc erscheinen wird.

Square Enix: Noch keine Entscheidung, kein Versprechen

Game Director Naoki Hamaguchi sprach auf dem Final Fantasy 14 Fan Festival in Berlin offen über den Stand der Dinge – und gab dabei wenig Hoffnung auf eine schnelle Antwort. „Wir diskutieren intern immer noch darüber, wie das genaue Produkt-Lineup für Revelation aussehen wird“, erklärte er gegenüber GamesRadar+. „Deshalb kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts Definitives sagen.“

Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Final Fantasy 7 Revelation der dritte und letzte Teil der großen Remake-Trilogie ist – ein Abschluss, der für viele Fans eine physische Sammler-Würde verdient. Bisher erschienen sowohl Final Fantasy 7 Remake als auch Final Fantasy 7 Rebirth auf Blu-ray Disc. Ein rein digitaler Abschluss würde diese Konsistenz brechen – und das ausgerechnet beim Finale, das jahrelang erwartet wurde.

„Ich arbeite daran, die Voraussetzungen für irgendeine Form von physischer Edition zu schaffen.“ – Naoki Hamaguchi, Game Director

Hamaguchi kämpft persönlich für die physische Edition

Immerhin: Hamaguchi selbst ist auf der Seite der Fans. Der Veteran-Director setzt sich intern aktiv für eine physische Version ein. Auf dem Fan Festival bezeichnete er das physische Spielen ausdrücklich als „wunderbare Kultur, die nicht verloren gehen darf“ – ein Statement, das über FF7 Revelation hinausweist und seine grundsätzliche Haltung zur Digitalisierung der Spielebranche verdeutlicht.

Für den Fall, dass eine klassische Blu-ray-Disc tatsächlich nicht realisierbar sein sollte, sprach Hamaguchi konkrete Alternativen an: Ein Download-Code in der Verpackung, Schlüsselkarten nach dem Vorbild von Nintendo bei der Switch 2, oder eine sogenannte Boot-Disc. Keine dieser Optionen entspricht dem klassischen Disc-Erlebnis – aber sie würden zumindest ein physisches Produkt ermöglichen.

Der Kontext ist wichtig: Final Fantasy 7 Revelation ist nicht das erste Spiel, das diese Frage stellt. Rockstar hatte bereits angekündigt, dass GTA 6 ohne Disc-Version erscheint und nur noch einen Code in der Box liefert. Und Sony selbst hat klar gemacht, dass die Ära physischer PlayStation-Medien spätestens 2028 endet.

Hinweis: Final Fantasy 7 Revelation erscheint im Frühjahr 2027 für PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC. Ob eine Disc-Version dabei sein wird, ist aktuell noch offen.

Mehr als nur Nostalgie: Was die Disc für Fans bedeutet

Für viele Spieler geht es beim Thema physische Medien längst nicht mehr nur um Funktionalität. Es geht um Besitz, Sammlerwert und die Möglichkeit, ein Spiel auch offline zu spielen, weiterzugeben oder zu verkaufen. Gerade bei einem Trilogie-Abschluss wie Final Fantasy 7 Revelation wiegt dieser Aspekt besonders schwer – schließlich gehört die Remake-Reihe zu den meisterwarteten PlayStation-Projekten der letzten Jahre.

Hamaguchi selbst brachte die Hoffnung der Community auf den Punkt: Er wolle eine Lösung finden, die dem entspricht, was Spieler und Fans wirklich wollen. Konkrete Ankündigungen zum finalen Produkt-Lineup sollen folgen. Bis dahin bleibt die Disc-Frage offen – aber zumindest kämpft der Director aktiv dafür.

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