Wenn Spieler das neue Spiel von Game Freak — bekannt als Pokémon-Entwickler — mit gemischten Bewertungen auf Steam und einem Metacritic-Score von 73 bedenken, reagiert das Studio schnell. Nur einen Tag nach dem Launch von Beast of Reincarnation am 4. August 2026 kündigte Game Freak via X eine „Serie kontinuierlicher Updates“ an. Das klingt nach Selbstkritik — ist aber auch ein Zeichen dafür, dass das Studio das Feedback seiner Spieler ernst nimmt.
Gemischte Wertungen direkt nach Launch
Beast of Reincarnation erschien am 4. August 2026 auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC — Game Freaks erstem eigenständigen Spiel außerhalb des Pokémon-Universums für diese Plattformen. Das Spiel ist ein Action-RPG, das visuell beeindruckt: postapokalyptisches Japan-Setting, ein großer Hunde-Begleiter, handgefertigte Welten. Was Kritiker und Spieler jedoch teilten, war eine gemischte Bilanz nach Abschluss des Spiels.
Der Metacritic-Score liegt derzeit bei 73 — allgemein positiv, aber nicht überzeugend. Auf Steam spiegelt sich das in den Nutzerwertungen wider: „Gemischt“ mit nur 53 Prozent positiven Bewertungen aus über 1600 Reviews. Kritikpunkte, die sich wiederholen:
- Kamera-Probleme bei Kämpfen gegen große Gegner
- Keine Möglichkeit, die Textgröße anzupassen — oft zu klein
- Cinematic-Modus als Standard: ruckelig, schlechte Performance
- Zweite Spielhälfte wiederholt alle Bosse aus der ersten Hälfte
- Flache Synchronisation, ungleichmäßiges Story-Pacing
VGC fasste es so zusammen: „Liebenswerte Charaktere und gutes Kampfsystem, eingebettet in eine enttäuschend fade Reise.“ Kotaku sprach von „ungleichmäßiger Erfahrung mit echten Höhepunkten, aber auch klaren Schwächen“.
Was der erste Patch ändern soll
Game Freak hat auf X bekannt gegeben, dass der erste Patch innerhalb einer Woche nach Launch erscheinen soll. Der Inhalt:
- Kamera-Anpassungen
- Vergrößerung der Textgröße
- Story-Pacing-Verbesserungen (als laufende Anpassung geplant)
- Standardeinstellung von Cinematic auf Performance-Modus ändern
- Diverse Bugfixes
„Wir nehmen euer Feedback ernst und planen derzeit eine Reihe kontinuierlicher Updates. Bitte teilt uns weiterhin euer Feedback und eure Anregungen mit.“ — Game Freak, via X, 5. August 2026
Bemerkenswert ist, dass Game Freak den Patch-Inhalt ausdrücklich als „kann sich noch ändern“ markiert und Spieler aktiv um weiteres Feedback bittet. Das ist eine offenere Kommunikation als bei vielen anderen Studios üblich. Game Freak hat damit ein klares Signal gesetzt: Der Launch ist nicht das Ende der Entwicklung, sondern der Beginn einer Post-Launch-Phase.
Story-Pacing als Post-Launch-Fix: Wie weit reicht das?
Der interessanteste — und heikelste — Punkt auf der Patch-Liste ist das Story-Pacing. Story-Pacing post-launch zu verbessern ist grundsätzlich möglich: Ladepausen, Übergangsschnitte, Kürzungen von Zwischensequenzen oder Anpassungen an Erzähltempo können auch nach Release verändert werden. Aber strukturelle Probleme wie wiederholte Bosse oder flache Charakterentwicklung lassen sich durch Patches kaum beheben.
Beast of Reincarnation ist trotzdem ein interessanter Titel: Für Game Freak ist es das erste eigenständige Spiel außerhalb des Pokémon-Universums, das auf PC und Konsolen erscheint. Dass die technischen Probleme schnell adressiert werden, ist ein gutes Zeichen. Ob die inhaltlichen Kritikpunkte durch Updates wirklich behoben werden können, bleibt abzuwarten. Wer das Spiel trotz gemischter Reviews ausprobieren will: Der erste Patch ist in Kürze unterwegs. Game Freak hat außerdem explizit dazu aufgerufen, weiteres Feedback über ein Formular einzureichen — das Studio will die Verbesserungen offensichtlich schrittweise und datenbasiert durchführen. Mehr zu Game Freak und aktuellen Gaming-News in unserem Gaming-Bereich.