DMR V-Twin Pedale im Test – Es ist wieder an der Zeit sich ein Pedal etwas genauer anzusehen. Das DMR V-Twin ist ein Klickpedal des bekannten britischen Herstellers, der auf Feedback von Athleten wie Brendan Fairclough, Olly Wilkins und Andreu Lacondeguy zurückgreifen kann. Die Vault Pedale von DMR sind bekannte und solide Vertreter ihrer Zunft. Mit den V-Twin entwickelte man ein Klickpedal, welches sich an die Bedürfnisse des Fahrers anpassen lässt und zusätzlich komplett neu aufbauen lässt. Rein von den Fakten her erhält man also ein Pedal, an dem man lange Freude haben dürfte. 

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Schwer, aber dafür ausgesprochen robust und einfach sowie vollständig zu warten.

DMR V-Twin – Details

Satte 550 g pro Paar sind eine Ansage für einen Satz Pedale. Das Gewicht ist auch ein Punkt, der direkt fühlbar ist. Solide und hochwertig verarbeitet kommt das Pedal aus dem Karton. Der Pedalkörper misst dabei 81×97 mm, das komplette Pedal mit Achse kommt auf 112×116 mm. Ausreichende Dimensionen auch für größere Füße. Der Klickmechanismus ist voll kompatibel zu Shimanos SPD System. Die Achse besteht aus haltbarem 4140 Cromo-Stahl und der Pedalkörper besteht aus CNC gefrästem Aluminium. 

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Dicke Brummer!

Eine Besonderheit besteht zum einen in einem Kunstoff-Bumper, der mittels Shims in der Höhe angepasst werden kann. Zudem kann das Pedal noch mit Pins versehen werden, die den Grip zusätzlich erhöhen und auch für einen soliden Stand sorgen, wenn der Schuh nicht richtig eingeklickt werden konnte.

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Mehr als ein T10 Torx wird für die Montage der Shims unter dem Bumper nicht benötigt.

Das V-Twin kann in mehreren Farben zum Preis von 179,99 Euro erworben werden. Die verfügbaren Farben umfassen Blau,Gold,Schwarz, Lime, Magenta,Nickel und Rot. Erhältlich ist es bereits seit 2017, fliegt aber bisher etwas unter dem Radar. Grund genug für uns dieses solide Stück 2021 nochmal genau unter die Lupe zu nehmen.

DMR V-Twin – Anpassungen

Der bereits angesprochene Kunstoff-Bumper soll dafür sorgen, dass man das V-Twin Pedal an nahezu jeden Schuh anpassen kann. Wer mehr als ein paar Schuhe für Klickpedale besitzt, wird vielleicht schon die Erkenntnis gewonnen haben, dass der Cleatkanal teilweise unterschiedliche Dimensionen aufweist. Das betrifft auch teilweise die Höhe, was dazu führen kann, dass bei eingeklicktem Schuh die Sohle keinen ausreichenden Kontakt mit dem Pedalkörper bekommt. Man ist zwar mit dem Pedal verbunden, hat aber dennoch ein leicht schwammiges Gefühl auf dem Pedal. Durch die beigelegten Shims kann der Bumper in der Höhe variiert werden, um ihn dadurch optimal auf das Schuhwerk der Wahl anzupassen. 

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Sind die Bumper verbaut, ist die Verstellung des SPD-Systems etwas schwerer erreichbar. Abhilfe schafft ein Sechskant mit abgerundetem Kopf.

DMR V-Twin – Auf dem Trail

Hat man das V-Twin an seine Vorlieben und Schuhe angepasst, erhält man ein Pedal welches mit außerordentlich gutem Kontakt und ausreichend Fläche punktet. Ich persönlich fahre überwiegend mit einem System eines anderen Herstellers und musste mich erst an die Feinjustierung des SPD-Systems gewöhnen. Hat man die Einstellungen am Pedal vorgenommen, klickt der Schuh schnell und sicher ein sowie aus. Durch den breiten Pedalkörper und die optionalen Pins bietet das Pedal aber auch sehr guten Kontakt wenn man mal schnell in Turnschuhen zum Bäcker fährt. Durch die breite Farbpalette macht man auch an der Eisdiele eine gute Figur ;).

Ganz nebenbei hat es aber auch den positiven Nebeneffekt, dass man den SPD-Mechanismus sehr weich einstellen kann, da das Pedal den Rest übernimmt. Wer ein Flatpedal-Gefühl auf einem Klickpedal sucht oder gesucht hat, wird hier ziemlich sicher fündig. Getestet habe ich das Pedal mit Schuhen von Fizik, Crankbrothers, Specialized sowie Leatt.

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Bodenkontakt steckt das V-Twin klaglos weg. Generell macht es einen nahezu unzerstörbaren Eindruck, der sich in vielen Monaten des Fahrens bestätigt hat. Optisch steht das Pedal nach wie vor sehr gut da.

Der Achsenlauf ist reibungslos und lässt auf die Verwendung von hochwertigen Lagern schließen. Eine schnelle Demontage des Pedals bestätigte diesen Eindruck durch gedichtete Lager. Verwendet werden Gleit- sowie Kugellager.

Haltbarkeit und Wartung

Nach mehreren Monaten der Nutzung verrichtet das V-Twin weiterhin völlig klaglos seinen Dienst. Übliche kleine Wartungen wie etwas Balistol oder WD40 am Klickmechanismus sorgen zusätzlich für lange Haltbarkeit. Sollte man doch einmal Probleme mit dem Pedal bekommen, ist es möglich alle Teile des V-Twin als Ersatz zu bekommen. Das Pedal kann somit vollständig gewartet werden, was vor allem in Punkto Nachhaltigkeit ein sehr großer Pluspunkt ist. Der deutsche Importeur für DMR ist Cosmic-Sports. Hier erhält man über den Händler seines Vertrauens auch alle Ersatzteile.

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Sechskant (Inbus) und einer 8er Nuss. Mehr benötigt man nicht um die Achse zu entfernen. Zeitaufwand keine 5 Minuten.

Das Pedal selbst ist mit den gängigen Werkzeugen, welche sich meist in jeder halbwegs gut sortierten Werkzeugkiste finden, demontierbar.

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Klare Empfehlung aufgrund der Nachhaltigkeit.

Fazit

Das DMR V-Twin ist das erste und bis dato einzige reine Klickpedal des Herstellers und direkt ein Volltreffer. Flatpedal-Feeling mit der Sicherheit eines Klickpedals, Anpassbarkeit mittels Bumper an diverse Schuhmodelle, extrem solide Bauweise und die Möglichkeit das Pedal komplett instand zu setzen wenn es einmal notwendig ist. Auch wenn der aufgerufene Preis für ein Paar Pedale nicht unbedingt günstig erscheint, so haben sie durch den Umstand der vollständigen Möglichkeit der Wartung eine Ansage verdient. Die kommt von uns in Form unseres „CH-Tipp“ Awards für das DMR V-Twin. Nachhaltigkeit gewinnt!


Text und Redaktion: Patrick Frech, Robin Krings
Fotos: Patrick Frech, Thorsten Illhardt 
Weitere Infos: DMR Bikes, Cosmic Sports

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