„Ich denke, es fügt definitiv Spannung hinzu.“ So beschreibt Creative Director Anthony Gallegos das Herzstück des neuen Subnautica 2-Updates. Gemeint ist der Proximity Voice Chat – und nach dem ersten Anhören versteht man sofort, was er meint. Wer sich in der Tiefsee von seinem Begleiter trennt, hört dessen Stimme progressiv leiser, verzerrter, bis sie zu einem Radio-Rauschen wird. Und dann schweigt es. Unknown Worlds hat mit dem Early-Access-Update 1.2 „Buddy System“ einen der meistgewünschten Community-Requests umgesetzt.
Proximity Chat: Stimme wird schwächer, die Spannung wächst
Die neue Cross-Plattform-Sprachkommunikation reagiert auf Entfernung. In der Nähe klingen Mitspieler deutlich und gut lokalisierbar. Mit zunehmender Distanz schaltet die Stimme auf einen Radiomodus um – erst leicht verzerrt, dann kaum noch verständlich. Ab einer bestimmten Entfernung ist gar nichts mehr zu hören.
Das klingt wie ein technisches Feature, ist aber in Wahrheit ein Design-Statement: Subnautica lebt von Atmosphäre und Isolation. Wer allein in einer finsteren Unterwasserhöhle sitzt, soll das spüren – auch wenn der Koop-Modus läuft. Der Proximity Chat lässt sich als „always on“, „push to talk“ oder „always off“ konfigurieren, sodass jeder Spielstil bedient wird. Ergänzend gibt es ein neues Emote-System für die Kommunikation ohne Mikrofon.
Ebenfalls neu: ein Tracking Tag, der als kurzreichweitiger Beacon funktioniert. Platziert in einem Behälter oder mitgeführt, lässt er sich zur Markierung wichtiger Orte nutzen – besonders nützlich in ausgedehnten Unterwasserbasen. Mehr zum Thema Open-World-Survival gibt es in unserem Gaming-Bereich.
Diese Klang-Distanz-Mechanik ist nicht nur atmosphärisch, sondern auch spielpraktisch: In einer größeren Unterwasserbasis ist es schnell passiert, dass man den Überblick über Teamkollegen verliert. Der Proximity Chat macht Koordination intuitiver, ohne ein komplettes Minimap-System einzuführen – und bleibt damit dem minimalistischen Subnautica-Design-Ansatz treu.
Revive, Trading und zwei neue Charaktere
Neben dem Proximity Chat stecken weitere Koop-Verbesserungen im Buddy System-Patch. Das neue Wiederbelebungssystem verhindert sofortigen Tod: Wenn die Lebenspunkte auf null fallen, geraten Spieler in einen Downstate. Teamkollegen können innerhalb eines Zeitfensters eingreifen und sie wiederbeleben – die wiederhergestellten Spieler behalten dabei ihre Ausrüstung und erhalten etwas Sauerstoff zurück. Wer nicht gerettet wird, kann jederzeit eigenständig am letzten Biobed-Punkt respawnen.
Hinzu kommt direktes Player Trading: Inventare anderer Spieler lassen sich öffnen und Ressourcen direkt übergeben – ohne Umweg über eine gemeinsame Kiste. Das vereinfacht die Arbeitsteilung erheblich. Zwei neue Charakteroptionen erweitern zudem die Individualisierung. Insgesamt umfasst das Update laut Patchnotes auch eine umfangreiche Liste an Bugfixes. Unknown Worlds hat außerdem bekanntgegeben, dass 100.000 US-Dollar an die Meeresschutzorganisation „The Ocean Cleanup“ gespendet werden.
Wichtig für Early-Access-Käufer: Das Update erscheint als kostenloser automatischer Download über Steam. Wer das Update nicht sofort sieht, kann Steam neu starten, um den Download zu forcieren.
Solospieler müssen noch warten – aber die Roadmap hält Wort
Das Buddy System-Update richtet sich klar an Koop-Spieler. Wer Subnautica 2 solo spielt, geht vorerst leer aus – doch Unknown Worlds stellt klar: Das nächste größere Update bringt eine neue Region und neue Story-Inhalte. Das ist exakt das, was die Community seit Wochen fordert.
Der kreative Geist hinter Subnautica – Unknown Worlds – hat mit beiden Serienteilen bewiesen, dass Open-World-Survival unter Wasser ein eigenes Genre darstellt. Mit Subnautica 2 wollen sie das in den Koop-Bereich erweitern, ohne den Kernaspekt – Einsamkeit, Stille, Bedrohung aus dem Dunkeln – zu verwässern. Das ist kein einfaches Ziel, und Update 1.2 ist ein vielversprechender Schritt in diese Richtung.
Subnautica 2 befindet sich seit dem Early-Access-Start in einer stetigen Entwicklungsschleife, und das Buddy System-Update zeigt, dass Unknown Worlds auf Community-Feedback reagiert. Der erste Early-Access-Schritt war der Grundaufbau, Update 1.2 verbessert das soziale Erlebnis – und das nächste Paket soll die Spielwelt erweitern. Für alle, die Online-Gaming und soziale Spielmechaniken interessieren, ist Subnautica 2 derzeit eines der spannendsten Early-Access-Projekte auf dem Markt.