Die PS4- und PS5-Ports von Call of Duty: Black Ops 2 sind erst seit kurzem auf dem Markt, doch die Freude über die Neuauflage war von Anfang an getrübt. Schon wenige Tage nach dem Launch tauchten dieselben Hacks und Cheats auf, die bereits die Originalversionen auf PS3 und Xbox 360 plagten. Activision arbeitet mit Backend-Updates an der Sicherheit — und ein unglücklicher Nebeneffekt dieser Arbeiten sorgt gerade für ordentlichen Schreck bei ehrlichen Spielern.

Warum ihr plötzlich „gebannt“ seid — und es trotzdem nicht seid

Das jüngste Backend-Update soll die Match-Integrität verbessern und Konten mit fehlerhaften Prestige-Leveln überprüfen. Während dieser Arbeiten kann es passieren, dass Spieler kurz die Meldung sehen, ihr Account sei gesperrt — ausgerechnet, wenn sie aus einem Match oder einer Session fliegen. Das ist kein echter Bann, sondern ein Nebenprodukt der Legacy-Systeme, die in älteren Titeln wie Black Ops 2 noch im Einsatz sind.

Die Unterscheidung ist simpel, aber entscheidend: Wer sich nach der Schock-Meldung wieder normal mit den Servern verbinden kann, ist sicher. Sein Account wurde erfolgreich überprüft, kein weiterer Schritt nötig. Wer sich nicht mehr einloggen kann, bei dem hat es tatsächlich erwischt — dann liegt ein handfester Beweis für absichtliche Manipulation vor.

Hinweis: Die falsche Bann-Meldung erscheint nur kurz beim Wechsel aus einem Match. Wenn ihr euch danach wieder einloggen könnt, ist alles in Ordnung. Erst wenn die Verbindung dauerhaft verweigert wird, liegt ein echter Bann vor.

Prestige-Hacks: Ein altes Problem kehrt zurück

Die Ursache der Backend-Arbeiten liegt in den Prestige-Hacks, die in Black Ops 2 eine lange Tradition haben. Hacker manipulieren Lobbys so, dass jeder beitretende Spieler sofort das maximale Prestige erreicht — ob er will oder nicht. Für unschuldige Spieler ist das ein Albtraum: Sie beraubt sie der Erfahrung, sich Level ehrlich zu erspielen, und kann in manchen Fällen sogar zu de-ranks führen, bei denen sie den Zugriff auf freigeschaltete Waffen und Ausrüstung verlieren.

Activision geht nun gezielt gegen Konten vor, bei denen nachweisbar ist, dass sie sich absichtlich unautorisierte Prestige-Level erschlichen haben oder anderweitig gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben, einschließlich Account-Manipulation. Die Backend-Updates sind Teil einer größer angelegten Sicherheitsoffensive, die in den letzten Patches zunehmend in den Fokus gerückt ist.

Was das neueste Update sonst noch bringt

Neben den Sicherheitsmaßnahmen enthält das Update eine Reihe von Fixes, die das Spielerlebnis spürbar verbessern. Das Lobby-Backfilling mitten im Match wurde repariert — ein Problem, das dafür sorgte, dass ausscheidende Spieler nicht mehr durch neue ersetzt wurden. Der extrem spürbare Input Delay auf Displays mit 120Hz und mehr wurde ebenfalls adressiert. Im Zombies-Modus priorisieren Matches ab sofort PS5-Hosts und weichen nicht länger auf PS4-Hosts aus, was die Performance stabilisiert.

Weitere Änderungen betreffen einen VFX-Fix für Rauchgranaten und einen neuen Schalter im Multiplayer-Optionsmenü, mit dem Spieler die individuellen Embleme anderer ein- oder ausblenden können. Standardmäßig bleiben diese sichtbar. Damit zieht Activision nach monatelangen Beschwerden über anstößige oder störende Spieler-Embleme endlich die Reißleine.

Wer online spielt, kennt die Frustration über unzureichende Sicherheit in älteren Titeln. Dass Activision die PS4- und PS5-Ports von Black Ops 2 weiterhin mit Updates versorgt, ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. Die falschen Bann-Meldungen mögen kurz für Schreck sorgen — sie sind aber das Resultat einer notwendigen Säuberungsaktion, die den Shooter langfristig fairer machen soll.