Wie balanciert man Nostalgie und Neues, wenn man die Abschlussfolge einer der berühmtesten Spieltrilogien entwickelt? Director Naoki Hamaguchi steht vor dieser Aufgabe bei Final Fantasy 7 Revelation – dem dritten Teil der Remake-Trilogie von Square Enix. Im Interview hat er sich zu zwei der spannendsten Neuerungen geäußert: dem neuen Job-System und den offenen Spielwelten.

Das Job-System: Mehr Freiheit für alle Charaktere

Bereits Remake und Rebirth haben Cloud, Tifa, Aerith und die anderen Charaktere mit klar definierten Kampfstilen ausgestattet. Revelation geht einen Schritt weiter: Mit dem Job-System können Spieler ihren Charakteren neue Rollen und Fähigkeiten zuweisen, die über das ursprüngliche Klassenprofil hinausgehen. Das erinnert an das klassische Job-System aus Titeln wie Final Fantasy 5 oder Final Fantasy Tactics.

Für Fans des Originals von 1997 ist das eine interessante Wendung. Im Urspiel definierten Materia-Kombinationen die Kampfstärke, die Charaktere selbst hatten keine fixen Jobs. Jetzt kehrt die Reihe mit moderner Auslegung zu einem bekannten Konzept zurück – und gibt der Spielerschaft damit mehr strategische Kontrolle.

Zum Kontext: Final Fantasy 7 Revelation ist der dritte und abschließende Teil der FF7-Remake-Trilogie. Remake (2020) spielte in Midgar, Rebirth (2024) in der Welt. Revelation schließt die Geschichte ab.

Open Worlds in gigantischem Maßstab

Rebirth war bereits beeindruckend groß – Revelation soll noch einmal nachlegen. Hamaguchi beschreibt offene Spielwelten, die in ihrer Dimension über Rebirth hinausgehen. Das Original-Spiel führte Spieler durch ikonische Schauplätze: die Wüsten nahe Cosmo Canyon, die Nördliche Kontinent-Gletscher, die Gold Saucer-Spielhölle. Revelation muss all das und mehr liefern, um die Geschichte würdig abzuschließen.

Die Herausforderung dabei: Bekannte Orte des Originals müssen modern umgesetzt werden, ohne ihren Charakter zu verlieren. Was in einem 1997er Polygon-Spiel als winzige Kulisse wirkte, muss 2026 als vollwertiges Open-World-Gebiet funktionieren. Hamaguchi betont, dass das Team aktiv darum kämpft, Nostalgie und zeitgemäße Spielerfahrung in Balance zu halten.

Der Balanceakt zwischen Alt und Neu

Das ist das eigentliche Herzthema des Interviews. Wie dosiert man Nostalgie? Remake und Rebirth haben dabei ein feines Gespür bewiesen: Musikalische Themen erscheinen zuerst als dezente Motive, um dann in entscheidenden Momenten mit voller Wucht einzusetzen. Vertraute Figuren kehren zurück, werden aber neu interpretiert statt kopiert.

Revelation steht vor dem schwierigsten Teil dieser Aufgabe. Das Original-Spiel läuft auf eines der berühmtesten Spielenden der Geschichte zu. Wie die Trilogie damit umgeht – ob es abweicht, vertieft oder überrascht – ist die Frage, die FF7-Fans seit Jahren beschäftigt. Hamaguchis Interview gibt keine direkte Antwort, aber es signalisiert, dass das Team diese Verantwortung ernst nimmt.

Einen offiziellen Release-Termin für Final Fantasy 7 Revelation gibt es noch nicht. Fans, die das Franchise verfolgen, finden auf unserer Übersicht zu den meistverkauften Videospielen den historischen Kontext der Reihe.