Da wir in dieser Saison diverse Komponenten im Bereich Enduro für euch testen, wurde schnell intern der Ruf nach einer Testplattform eigens für diese Komponenten laut. Die Wahl fiel in diesem Fall auf die Alu Variante des Propain Tyee 2016, welche leicht überarbeitet und optimiert wurde. Aber auch in diesem Fall ist es nicht „einfach nur“ eine Testplattform, sondern wir werden das Setup (leicht angepasst) auch auf der Trek Bike Attack einsetzen, auf der wir mit 10 Fahrern antreten werden. Im Hinblick auf diese Herausforderung wurde das Tyee mit Komponenten ausgestattet, die auch in alpinem Gelände und Renneinsatz überzeugen müssen. Das betrifft in erster Linie die Bremsen und das Fahrwerk.

Optisch auf jeden Fall eine runde Sache
Optisch auf jeden Fall eine runde Sache

Wer sich mit dem Tyee auskennt, der weiß, dass es für das Heck nicht die breite Fülle an Möglichkeiten gibt wie bei anderen Herstellern. Das ist nicht weiter dramatisch, harmoniert der Monarch Plus mit dem Hinterbau des Tyee doch sehr gut und sorgt für eine satte Performance in allen Situationen. Wir gehen ebenfalls keine Experimente ein und setzen am Heck auf den Monarch Plus Debon Air mit 160mm Federweg. Kombiniert wird der Dämpfer mit der nagelneuen Yari RC in 170mm an der Front. Warum die Wahl auf die Yari statt auf die neue Lyrik gefallen ist? Weil wir wissen möchten, ob auch die „günstige“ Variante der Lyrik überzeugen kann. Unsere ersten Testfahrten im Mittelgebirge waren überzeugend und wir blicken dem ganzen positiv entgegen.

Yari an der Front
Yari an der Front

Bei den Bremsen setzen wir auf schiere Leistung und Zuverlässigkeit. Praktisch, dass Hope die Tech3 E4 für 2016 minimal überarbeitet hat. Bereits die V4 konnte in unserem Einzeltest mit guter Dosierbarkeit und brachialer Leistung überzeugen. Jetzt muss auch die kleinere Variante zeigen was in ihr steckt. Bei den Scheiben setzen wir vorne und hinten auf 200mm.

Geankert wird mit Hope´s Tech 3 Bremse
Geankert wird mit Hope´s Tech 3 Bremse

Ebenfalls darf bei einem aktuellen Aufbau die Teleskop Sattelstütze nicht fehlen. Wir wählten die neue Haven Stütze von Easton, die mit Robustheit und einfacher Montage punktet. Das geschlossene System wird per Remotehebel vom Lenker aus bedient und geht gegen die erprobte Reverb ins Rennen, die sich in der Redaktion bereits mehr als einmal bewährt hat.

Easton´s neue Haven Stütze
Easton´s neue Haven Stütze

Unser Cockpit kommt wie auch bei unserem Custom Demo aus dem Hause Renthal. Der Fatbar Carbon wird mit einem 50er Apex Vorbau kombiniert. Die Breite des Lenkers wird vorerst bei 780 mm belassen, der Rise beträgt 20mm. Bei der Klemmung bleiben wir bei 31.8 mm.

Cockpit von Renthal in edlem Carbon
Cockpit von Renthal in edlem Carbon

Geschaltet wird mit SRAM´s aktueller GX Gruppe, welche wir euch bereits bald in einem gesonderten Einzeltest präsentieren werden, da der Test bereits zu 90% abgeschlossen ist. Wir fahren sie aktuell mit einem 30er Kettenblatt vorne und sind überzeugt von der „günstigen1×11 Lösung.

Bei den Laufrädern wird es interessant, denn wir haben eine Wahl getroffen, die sicher dem ein oder andere unüblich erscheint. Die Iodine 3 Laufräder von Crankbrothers polarisieren unter Mountainbike Fahrern wie kaum ein anderer Laufradsatz. Die einen lieben sie, die anderen… naja, ihr wisst schon. Wir wollten dem ganzen selber auf den Grund gehen und werden die Laufräder auf Herz und Nieren über die ganze Saison testen.

Optisch in unseren Augen einer der schönsten Laufradsätze
Optisch in unseren Augen einer der schönsten Laufradsätze

Abgerundet wird das Paket durch die Highroller 2 von Maxxis in der DH Mischung. DH Mischung an einem Enduro? Schande! Nein, denn auch diese Entscheidung wurde ganz bewusst aufgrund des etwas härteren Einsatzgebiets des Bikes gefällt.

tyee_custom_2016-25

Wir werden euch während der Saison auf dem Laufenden halten was Änderungen an den Komponenten, Haltbarkeit, Funktion und andere Dinge angeht. Für bestimmte Komponenten werden zusätzlich Einzeltests ausgegliedert, was vor allem die neue Yari betrifft, denn hier sind wir ganz besonders gespannt was die neue, kleine kann.

3 Kommentare

    • Nein, natürlich nicht. Da wir direkt nach dem Aufbau zum Shooting sind, ist es uns allerdings auch erst danach aufgefallen. Der Reifen darf mittlerweile wieder in seine angestammten Laufrichtung fahren 😉

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