Nachdem letzte Woche Canyon Bicycles aus Koblenz bereits ihr neues Spectral präsentiert haben, legen Sie diese Woche noch einmal fett nach! Et voilla – das neue Canyon Torque! Egal ob Superenduro, Parkenduro, Freerider oder wie man es nenne möchte – auf den ersten Blick macht das Teil richtig was her. Aber lest selbst…

Das neue Torque kommt mit 175 mm Federweg am Heck, 180 mm an der Front und der ans Sender angelehnten Drei-Phasen-Hinterbau-Kinematik. Damit erreicht das Bike höchste Traktion auf anspruchsvollen Enduro Strecken und macht auch auf Sprungstrecken im Bikepark eine super Figur! Canyon ordnet das Bike in der Kategorie 5 ein – damit hat es den gleichen Nutzungsbereich wie das Sender! Das seit Jahren beliebte Allround-Gravity Bike ist wieder da!

Die Federung

Beim Torque wurde eine ähnliche Kinematik und eine an das Sender CF angelehnte Hebel- Geometrie verwendet. Die Kinematik sorgt für verbesserte Traktion, Sensitivität, Anti-Squat und Anti-Rise, so dass das Torque sowohl auf Strecken mit fetten Anliegern, aber auch auf technischen Abschnitten supereffektiv arbeitet.

Verbessertes Anti-Squat bedeutet, dass das Bike gut pedaliert, aber im Gegensatz auch einen erhöhten Pedalrückschlag verursacht. Canyon hat ein Gleichgewicht zwischen den beiden Werten gefunden, sodass das Bike seinen Vortrieb beibehält, aber auch bei schnellen Impacts für einen ermüdungsfreien Lauf sorgt.

Aktive Federung und viel reserven! So werden Profis und Amateure glücklich.

Effektiver Anti-Rise bedeutet, dass das Hinterrrad bei starkem Bremsen noch aktiv bleibt und seine Traktion beibehält. Dies ermöglicht viel Kontrolle in Kurven und steilen zerbomten Trails.

Das neue Torque liegt in der Luft superstabil – wenn man es möchte!

Bei allen 2018er Torque-Modellen kommen metrische Dämpfer mit erhöhter Überlappung der Dichtungen zum Einsatz. Das Ansprechverhalten wird durch die somit reduzierte Innenreibung verbessert.

Triple Phase Suspension

Phase 1 – Reaktion: Die Hebelkinematik überträgt zu Beginn des Federwegs eine hohe Kraft, um das Bike wirksam über kleine Steine ​​oder Wurzeln zu bringen. Das Ergebnis ist ein hervorragendes Ansprechverhalten und Traktion um den Sag-Punkt herum.

Phase 2 – Stabilität: Durch den mittleren Hub bietet die Federung eine stabile Plattform, um ein Durchsacken zu verhindern. Dies ermöglicht dem Fahrer aktiv durch Wellen zu pumpen, ohne dass viel Kraft verloren geht.

Phase 3 – Rampe: Das Ende des Federwegs ist ausreichend progressiv um auch in schwierigen Situationen und harten Einschlägen noch genügend Reserven zur Verfügung zu haben.

Geometrie & G5

Super Enduro, Parkbike, Freeride – man nenne es wie man möchte. Egal wie abgelutscht diese Begriffe sind – was zählt ist, dass die Geometrie des neuen Torque überlegene Kontrolle und Stabilität bei hohen Geschwindigkeit bietet, während es agil und verspielt bleibt. Durch eine verlängerte Front und einen kurzen Hinterbau steht der Fahrer gut ausbalanciert im Torque – dabei ist die Geo keinesfalls voll auf Race ausgelegt, sondern eher auf Fahrspaß! Canyon hat übrigens eine neue G5 Komponenetenserie aufgelegt, so kommt das neue Torque mit einem 780 mm Lenker und 40 mm Vorbau in neuen Design.

Integrierter Kabeltunnel

Die Züge und Leitungen im Inneren des Rahmens schützt sie vor Witterungseinflüssen und sorgt für ein sauberes Aussehen, erschwert jedoch bekannterweise die Wartung und kann zu Klappergeräuschen führen. Um dieses Problem zu lösen, sind alle Carbon- und Aluminium-Modelle des Torque mit einem neu entwickelten Kabelkanal ausgestattet. Der Kanal ist aus beständigem Kunststoff und bietet ein klares Routing für alle Leitungen und Züge. Mit ein paar Schrauben ist das Teil schnell entfernt und der Austausch kann schnell von statten gehen. Das Material bietet den weiteren Vorteil, dass es den Rahmen bei Steinschlag vor fiesen Einschlägen schützt.

Die Kabelführung am Unterrohr…
…ist in einem Kabeltunnel aus Kunststoff untergebracht.

Material

Interessant dürfte für die meisten sein, dass das Torque – je nach Inhalt des Geldbeutels in Carbon oder Aluminium verfügbar ist. Den Entwicklern von Canyon war es sehr wichtig, dass das Bike jeder Gangart mühelos standhält. So ist es nicht verwunderlich, dass das Testing der Koblenzer weit über den Industriestandard hianus geht. Der Rahmen wurde auf dem Prüfstand mit extrem hohen Kräften belastet, welche in der Realität so gar nicht vorkommen. Dabei wurde es bis zum Materialversagen getrieben und so ausgelegt, dass das neue Torque auch Fahrern wie Troy Brosnan und Thomas Genon stand hält.

Torque CF 9
Torque AL 5

Torque CF

Vorne Carbon – hinten Aluminium.

Der Carbon-Hauptrahmen des Torque ist nicht nur leicht, sondern auch extrem stabil und verfügt über ein verstärktes Material in den Bereichen, die der stärksten Belastung ausgesetzt sind. Die Verwendung von unidirektionalem Kohlenstoff anstelle von Geweben ermöglicht Canyon das Material in verschiedene Richtungen aufzutragen, sodass die Materialeigenschaften bestmöglich ausgenutzt werden. Die Anordnung und Ausrichtung der Laminate variiert also je nachdem in welche Richtung die auftretenden Kräfte und Momente wirken.

Genau wie der große Bruder Sender CF wird beim Torque ein Aluminium Hinterbau verwendet. Bei Canyon ist man der Meinung, dass dieses Rahmenmaterial am besten geeignet ist, um ständigen Belastungen durch Steinschläge, Brems- und Antriebskräfte widerstehen zu können. Auch ermöglicht das HighEnd 6066 Aluminium Schäden durch Stürze besser einschätzen zu können.

Torque AL

Beim Torque AL wird ein Hauptrahmen aus dem gleichen Material wie der Hinterbau verwendet. Es ist zwar ein wenig schwerer, aber so ermöglicht man bei Canyon, dass auch Fahrer mit geringerem Budget ein neues Torque fahren können.


Fotos: Canyon.com
Text: Frei übersetzt nach originaler Pressemitteilung

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