Fällt der Name Spike im Bezug auf die Firma Spank weiß jeder sofort, hier gibt es Material fürs Grobe. Mit dem Einsatzzweck Dowhnhill und Freeride sind sie für unsere Enduro Touren eigentlich ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, aber wer sagt schon zu so einem schicken Pedal nein?

Die Kanten sind abgeflacht, damit man beim Kurbeln nicht einhakt.

Klassisch und unauffällig hat uns das Spike in der Trendfarbe der letzten 2000 Jahre erreicht, in schwarz. Trotzdem weiß es dank des massiven Hauptlagers die Blicke auf sich zu ziehen. Als Hingucker stechen zusätzlich die großzügig abgefrästen Flächen hervor die silbern im Licht funkeln und mit feinen Gravuren versehen sind. Wer es etwas Farbenfroher mag hat die Auswahl zwischen 5 verschiedenen Farben. Preislich Ordnet sich das Spike mit 119,95 € (UVP) im guten Mittelfeld an.

Angespitzte Pins für zusätzlichen Halt.

Dabei fallen sie mit gerade einmal 12 mm Höhe extrem flach aus. Flach wird bei den Spike Pedalen aber generell groß geschrieben. Im Gegensatz zur Konkurrenz fallen sie nämlich flach und nicht konkav aus. Ob sich das als Nachteil herausstellt wird sich auf dem Trail zeigen. Im Verhältnis zu dem großen Hauptlager fällt die Plattform des geschmiedeten Aluminiumkörper mit 100 x 100 mm eher klein aus. Kombiniert mit einer CroMoly Achse, zwei Industrielagern und IGUS Dichtungen kommt der Satz Pedale auf recht schlanke 405 Gramm.

Der Matsch darf kommen. An den großen Öffnungen fällt alles durch.

Bei der Namensgebung stellt sich uns die Frage, was war zuerst da, Pedal oder Name? Wie es auch sei, die Spike machen ihrem Namen alle Ehre. Satte 5 mm stehen 10 Pins pro Seite über den Pedalkörper heraus und erwecken damit die Erwartung von endlosen Grip. Das die Spitzen von 4 mm auf 3 mm angespitzt sind verstärkt unseren Glauben und lässt uns gleich wieder an unsere Pflaster denken, falls wir doch einmal abrutschen sollten.

Schlichte Schönheit.

Auf der ersten Tour zeigte sich sofort, dass die Spike Pedale für höchsten Grip in allen Lebenslagen stehen. Dabei war es völlig unerheblich mit welchen Schuhen wir das Pedal gefahren sind, ob Shimano, Giro oder 5.10, der Grip war immer auf höchstem Niveau. Auch die Tatsache dass das Pedal nicht konkave ausgeformt ist, kam nicht negativ zum Tragen. Auf unseren Touren hatten wir zusätzlich erfreulich wenig Bodenkontakt, was wir der sehr flachen Bauform zurechnen.

Die massiven Hauptlager sind ein Hingucker.

Trotz des hervorragenden Grips und sehr guten Verarbeitung haben wir dennoch einen Punkt zur Kritik. Das große Hauptlager der Spindel macht eine normale Montage mit nur einer Unterlegscheibe an einer Carbonkurbel unmöglich. Das Gewinde in unserer getesten Carbon Kurbel ist so weit zurück gesetzt, dass das Lager an dem Kurbelarm anliegt. Nutzt man zwei Unterlegscheiben, kann man zwar das Pedal montieren aber es nicht mehr möglich Crank Boots zu nutzen. Da die meisten High-end Bikes mit Carbon Kurbeln ausgestattet sind, besteht für uns an dieser Stelle nachbesserungsbedarf.

An eine Montage von Crank Boots ist nicht zu denken.

Fazit
Mit ultra dünner Plattform für massig Bodenfreiheit und einem sehr guten Grip wissen die Spank Spike Pedale zu gefallen. Grobe Landungen und Felskontakt haben sie mit Leichtigkeit abgeschüttelt. Lediglich die Montage an Carbon Kurbeln hat einen sehr faden Beigeschmack bei uns hinterlassen.


Text: Thomas Kappel
Bilder: Thomas Kappel
weitere Informationen: Spank

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Thomas

Laufen war noch nie Thomas sein Ding. In seiner Jugend war er viel auf Skateboard oder Inline Skates unterwegs und jetzt nur noch auf dem Bike. Auch heute noch läuft er nur freiwillig, wenn es darum geht sein Rad unfahrbare Passagen hoch zu bekommen. Die meiste Zeit findet man ihn auf seinem Enduro auf flowig bis technischen Trails.
///Daten, Fahrstil und Vorlieben: 1,63 m groß, 66 kg (fahrfertig). Fahrstil am liebsten beide Räder am Boden und Vollgas mit tendenz im Trail zu spielen. Vorliebe für Naturtrails, ruppig bis technisch

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