Natürlich soll auch der Enduro Bereich für unsere Dauertest 2016 nicht zu kurz kommen und wir freuen uns euch dieses Jahr ein weiteres Highlight unseres Lineups vorstellen zu können. Pivot Cycles gehört in den USA mittlerweile zu den angesagten Herstellern am Markt und erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Nachdem wir letztes Jahr das Mach 6 Carbon bereits in einem Einzeltest kennenlernen konnten, waren wir gespannt was man für 2016 an dem Bike noch optimieren würde. Eine veränderte Zugführung und ein modifizierter Hinterbau, der deutlich höhere Steifigkeit generieren soll als das 15er Model, sorgten dafür das die Entscheidung für einen Dauertest gefällt wurde.

Stolz prangt das Logo auf mehreren Stellen am Rahmen
Stolz prangt das Logo auf mehreren Stellen am Rahmen

Optisch kann man natürlich wie immer von Geschmackssache reden, aber die Konstrukteure und Designer im Hause Pivot verstehen etwas von ihrem Handwerk. Geschwungene, fast schon organisch anmutende Formgebung kombiniert mit knalligen Decals, die alles andere als aufdringlich wirken, rufen bereits im Stand einen „Haben will“ Reflex hervor. Geht man etwas mehr ins Detail, fallen einem die Veränderungen am Hinterbau des Mach 6 auf. Wo beim 15er Model noch eine Strebe für Steifigkeit sorgte, kommen ab 2016 zwei Streben sowie eine verstärkte Umlenkung zum Einsatz.

Mehr Steifigkeit durch angepassten Hinterbau
Mehr Steifigkeit durch angepassten Hinterbau

Wer jetzt denkt, dass diese Änderung auf Kosten des Rahmengewichts geht, der irrt. Man hat schlichtweg Material verlagert, sprich es an Stellen eingespart an denen weniger Materialstärke ausreichend ist. Weiterhin optisch recht beeindruckend ist das für Pivot Rahmen üblich, mächtig ausgeführte Unterrohr des Rahmens. Rein vom Design her ist das Mach 6 also bereits ganz weit vorne. Design ist aber bekanntlich nicht alles, denn die Performance und Ausgewogenheit der Komponenten muss ebenfalls passen. Denn am Ende möchte man ja doch etwas mehr mit dem Bike anstellen, als an der Eisdiele einen auf dicke Hose machen.

Die neue Zugführung ist besser ausgeführt als die des 15er Mach 6
Die neue Zugführung ist besser ausgeführt als die des 15er Mach 6

Aber auch bei der Ausstattung schöpft Pivot aus dem Vollen und stattet das Mach 6 mit dem aktuellen Enduro Fahrwerk aus dem Hause Fox Suspension aus. Die 36 in der Factory Ausführung, sowie der bewährte Float X mit Evol Kammer dürfte auch auf den ruppigsten Trails für genügend Reserven und Performance sorgen. Für die Verzögerung wirft man die für 2016 ebenfalls leicht überarbeitete XT Trail Bremse mit Ice-Tech ins Rennen. Im Enduro Bereich eine sehr gute Wahl im Hinblick auf Bremsleistung und Haltbarkeit. Beim Antrieb setzt Pivot ebenfalls auf Shimano und verbaut die neue XTR 1×11 Schaltung mit 32er Kettenblatt an der Kurbel. Abgerollt wird auf Spline Two M1700 von DT Swiss, die zwar eine etwas geringere Maulweite als die neusten Enduro Laufräder haben, aber einen ausgezeichneten Ruf bezüglich Haltbarkeit genießen.

Shimano´s XT Trail und der Kind Shock remote Hebel
Shimano´s XT Trail und der Kind Shock remote Hebel

Ob das Einbuße auf die erhöhte Steifigkeit des Hinterbaus hat, wird sich im Laufe des Dauertests sicher zeigen. Eine Teleskop Sattelstütze kann bei Bikes dieser Kategorie mittlerweile fast als Standard bezeichnet werden. Pivot greift auf eine Lösung von Kind Shock zurück und geht mit der Lev Integra keine Experimente ein. Der Rest der Ausstattung besteht aus Pivot eigenen Komponenten, wie dem 50mm Vorbau und dem Carbon Lenker. Eine wirkliche Ersparnis resultiert daraus für den Endkunden leider nicht, denn Pivot ruft für unsere Version des Mach 6 knappe 7.000 Euro auf. Wer sich auf Basis des Rahmens sein eigenes Bike realisieren möchte, der zahlt für Rahmen inklusive Dämpfer 3.449 Euro.

Nach wie vor super gelöst, der simple aber perfekt funktionierende SAG Indikator
Nach wie vor super gelöst, der simple aber perfekt funktionierende SAG Indikator

Auf dem Trail überrascht das Pivot mit einer Agilität, die man ihm aufgrund der entspannten Geometrie so nicht direkt zugetraut hat. Willig geht das Mach 6 in die Kurven ohne dabei bei niedrigen Geschwindigkeiten Stabilität einzubüßen. Erfreulich ist, dass man dem Bike auch einen ausgesprochen guten Tourencharakter mit auf den Weg gegeben hat. Zumindest ist das unser bisheriger Eindruck, den es ebenfalls in der kompletten Saison zu beweisen gilt. Wenn man allerdings noch einmal auf den Ruf verweist, den Pivot sich in kurzer Zeit (die Firma um Chris Cocalis besteht seit 2007) in den USA aufbauen konnte, dann dürften wir auch im Langzeittest keine großen oder bösen Überraschungen erleben.

pivot_mach_6-2

Wie bei allen unseren Dauertestern erwarten euch auch beim Mach 6 drei Artikel inklusive dieser Vorstellung. Im zweiten Artikel werden wir umfassend über die Performance und das Einsatzgebiet des Mach 6 berichten und euch eine Einschätzung aus unseren Augen bieten, für welche Gruppe von Fahrer sich das Bike vielleicht besonders anbietet. Wir freuen uns auf eine lange Saison mit etlichen Testausflügen und wünschen auch euch einen fabelhaften Start in selbige.

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