Der Seven Protection M1 Helm möchte den umfangreichen Schutz eines Integralhelmes für kleines Geld anbieten und zusätzlich mit ansprechendem Design und Verarbeitung punkten. Nachdem wir bereits vor kurzem den neuen Enduro Helm M2 für euch getestet haben, folgt jetzt der M1 für den Fullface Bereich. Was ihr von dem Helm erwarten könnt und was nicht, das soll wie üblich unser Artikel klären.

Das Design fällt auf jeden Fall auf
Das Design fällt auf jeden Fall auf

Understatement ist nicht unbedingt die Philosophie von Seven Protection, zumindest kommt dieser Gedanke schnell auf wenn man sich das Design des M1 das erste Mal anschaut. Ähnlich wie auch der M2 kommt er in einer knalligen Neonfarbe daher, in diesem Fall ein sattes Gelb. Kombiniert mit schwarzen Designelementen und Schriftzügen hat er uns persönlich besser gefallen als die orange Variante. Über Geschmack lässt sich aber bekanntlich vortrefflich streiten.

Die Verarbeitung des M1 ist durchweg als sehr gut zu bezeichnen und wir fanden keine Punkte, die wir beanstanden würden. Der M1 ist aus Polycarbonat gefertigt und der Kopf des Fahrers wird durch die Innenkonstruktion aus EPS Schaum geschützt. Nichts Neues also, man setzt bei Seven Protection auf erprobtes und das ist in dieser Preisklasse auch völlig in Ordnung. Die saubere Verarbeitung setzt sich dann auch im Inneren des M1 fort. Man hat keine Grate oder unsaubere Stellen, die irgendwie den Kopf des Fahrers irritieren könnten. Nicht ganz optimal ist uns allerdings die Polsterung des M1 aufgefallen. Diese hätte zum einen am oberen Teil des Kopfes etwas üppiger ausfallen dürfen, da man hier etwas Komfort vermisst. Zum anderen sind die Polster leider nicht entfernbar, was eine Reinigung des Helminneren erschwert. Sehr gut ist hingegen wieder die Aussparung der Ohren und der von uns gerne gesehene Brillenkanal. An diesen neuralgischen Punkten klemmt und drückt nichts. Hier merkt man dann auch das angenehme Gewicht von gemessenen 912gr (Größe M), die dem M1 zusätzliche Pluspunkte liefern.

Der M1 ist recht schmal, was sich positiv auf die Bewegungsfreiheit auswirkt
Der M1 ist recht schmal, was sich positiv auf die Bewegungsfreiheit auswirkt

Im Bikepark erleben wir ebenfalls keine großen Überraschungen. Der Sitz am Kopf des Fahrers ist wie vorher vermutet sehr gut, der M1 wackelt nicht, das Sichtfeld ist ausreichend groß, das Visier lässt sich verstellen und die Bewegungsfreiheit ist auch mit Neckbrace angenehm, da der Helm eher schmal gebaut ist. Ganze 17 Belüftungsöffnungen verhelfen dem M1 zu einem angenehmen Klima im Helminneren.

Die Belüftungsöffnungen sind sinnvoll platziert
Die Belüftungsöffnungen sind sinnvoll platziert

Diese sind alle sinnvoll platziert und mit einem Innennetz versehen, um lästiges Getier aus dem Helminneren fern zu halten. Zu beachten ist allerdings, dass der M1 durch seinen normalen Clipverschluss am Kinn die für den Downhillsport nicht unwichtige ASTM Norm nicht erfüllt. Das bedeutet im Klartext, dass er auf Enduro Stages im Renneinsatz sowie auch bei Donwhillrennen nicht eingesetzt werden darf, da der Doppel-D Verschluss nicht vorhanden ist. Für einen Helm, den wir als Einstieg in die Freeride und Downhill Sparte sehen (Bikeparks) geht das aber völlig in Ordnung. Wer an offiziellen Rennen teilnimmt wird ohnehin mit anderem Equipment versorgt bzw. an den Start gehen.

Beim Verschluss kommt "nur" ein Clip zum Einsatz
Beim Verschluss kommt „nur“ ein Clip zum Einsatz

Fazit:

Seven Protection hat mit dem M1 einen soliden Helm für den Einstieg in den Gravity Sport geschaffen. Für eine UVP von 109 ,- Euro muss man nur wenige Kompromisse eingehen und bekommt einen gut verarbeiteten, leichten und komfortablen Helm. Zusätzlich zu den zwei Knallerfarben bietet Seven Protection den M1 auch noch in dezentem Schwarz und Weiß an.

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