Produktupdates sind manchmal nur auf Farben beschränkt, ab und zu gehen sie aber auch deutlich weiter, wie im Fall des MET Parachute HES, der mit seinem Vorgänger fast nur noch den Namen gemeinsam hat. Wichtigste Änderung ist der Kinnschutz des Fullface Helms, welcher sich nun nicht mehr abnehmen lässt und alle wichtigen Normen für Helme inklusive der sehr strengen ASTM-Norm erfüllt. Das bedeutet im Klartext, dass der neue Parachute HES auch auf den Stages eines Enduro Rennen benutzt werden darf, auf denen ein Fullface Helm Pflicht ist. Deutlicher Vorteil wäre dann, dass man nur noch einen Helm für das ganze Rennen benötigt, denn der Parachute ist nicht nur ausgesprochen gut belüftet, er wiegt auch nur 700gr (Größe M) und ist somit der leichtest Fullface Helm weltweit der diese ASTM-Norm erfüllt.

Optisch sind MET Helme sofort zu erkennen
Optisch sind MET Helme sofort zu erkennen

Wie bei dem Parabellum von MET kommt auch beim Parachute das SAFE-T ADVANCED System zum Einsatz, welches den Helm zu nahezu jeder vorhandenen Kopfform kompatibel machen soll. In der Praxis ist die Kombination aus dem System eines Trail- oder Endurohelms äußerst gut gelungen. Der Parachute HES sitzt ausgesprochen angenehm am Kopf ohne Anzeichen von Druckstellen hervorzurufen. Die Anpassung selber verläuft wie auch beim Parabellum schnell und unkompliziert. Der Helmverschluss, welcher wie in dieser Helmklasse üblich als Doppel-D Ringverschluss ausgeführt ist, verfügt über eine Polsterung und sitzt dementsprechend gut und vor allem komfortabel. Die Wangenpolster werden in 2 unterschiedlichen Stärken mit geliefert, sind schnell austauschbar und sorgen dafür, dass man den Helm noch besser an die eigene Kopfform anpassen kann.

Großzügig belüftet !
Großzügig belüftet !

Die leichten optischen Mängel, die wir noch beim Parabellum festellen konnten, sind beim Parachute HES nicht vorhanden. Der komplette Helm ist optisch auf einem sehr hohem Level gefertigt und weißt keinerlei Kleberückstände oder Grate auf. Unterstrichen wird das ganze durch eine ansprechende Form– und Farbgebung, die sich so durch die ganze MET Produktfamilie zieht.

Auf dem Trail kommt die angesprochene Lüftung voll zum Tragen. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir von der Wärmeentwicklung her das Gefühl einen Fullface Helm zu tragen. Der komplette Helm greift auf das selbe Belüftungskonzept zurück wie der Parabellum und dieses funktioniert einfach gut. Selbst in anstrengenderen Bergauf-Etappen muss sich der Fahrer keine Gedanken über einen Hitzestau unter dem Helm machen. Schweißbildung wird auch beim Parachute HES über das an der Stirn genutze Gel O2 Stirnpolster entgegen gewirkt, welches den Schweiß zuverlässig zur Außenseite des Kopfes ableitet.

 

Klingt nach dem perfekten Helm? Eigentlich schon, aber wir müssen gestehen dass ein Fullface Helm mit diesem Gewicht, welches nun mal durch das verwenden anderer Materialien oder gar dem weglassen selbiger für größere Luftöffnungen ensteht, natürlich einen kleinen Rest Skepsis hinterlässt. Für richtig rabiate DH Einsätze greifen wir weiterhin auf „klassische“ Fullface Helme zurück, für alles andere reicht der Parachute mehr als aus und wäre in unseren Augen sogar dazu in der Lage den „normalen“ Trail- und Endurohelmen ordentlich den Rang abzulaufen.

Der Kinnbügel ist an der Front verschraubt
Der Kinnbügel ist an der Front verschraubt

Fazit:

MET macht mit dem Parachute HES alles richtig. Die Passform ist auf sehr hohem Niveau, die Verarbeitung erstklassig und die Belüftung für einen Helm dieser Klasse nahezu konkurrenzlos. Die UVP von 199,95 Euro ist absolut gerechtfertigt und sorgt dafür, dass der Parachute für härtere Trails, Endurorennen und lockere Ausflüge in den Bikepark in unseren Augen die erste Wahl ist.

Kommentieren Sie den Artikel