MET Parabellum HES, eine Bezeichnung, die man sonst nur von Handfeuerwaffen kennt, lässt entweder vermuten, dass man schnell wie eine Kugel ist, oder eine überragende Schutzwirkung genießt, wenn man wie besagte Kugel auf seinem Hometrail einschlägt. Spaß beiseite, denn hier geht es um die Schutzwirkung für den Fahrer. In der zweiten Woche unseres großen Helmtests widmen wir uns dem Hersteller MET und starten wie gewohnt mit der Enduro bzw. All-Mountain Variante.

Das erste was positiv auffällt, ist das geringe Gewicht des Parabellum HES, welches von MET mit 285gr (Größe M) angegeben wird. Mit 287 von uns gemessenen Gramm, wohlgemerkt mit Kamerahalterung, ist dieser Wert absolut verlässlich und lässt auf eine entspannte Tour hoffen. Aber eins nach dem anderen, denn bevor es auf den Trail geht wollen wir den Helm selber etwas unter die Lupe nehmen.

Signalfarbe am Hinterkopf kombiniert mit kleinen Reflektoren. Sicherheit optisch ansprechend verpackt !
Signalfarbe am Hinterkopf kombiniert mit kleinen Reflektoren. Sicherheit optisch ansprechend verpackt !

Die Verarbeitung des Parabellum ist gut, aber leider nicht perfekt. Teilweise vorhandene Kleberückstände und vorhandene Grate an den Kanten mindern zwar die Funktion des Helms in keinem Fall, sind aber einfach unschön und müssten so in unseren Augen nicht sein. Wie das Ganze deutlich besser geht, erkennt man am Parachute aus dem selben Haus, welchen wir euch am Donnerstag vorstellen. Von diesen kleinen optischen Mängeln abgesehen wirkt der Parabellum wie aus einem Guss und hinterlässt einen soliden ersten Eindruck.

Leider etwas unschön ! Die Verarbeitung ist nicht durchgehend makellos.
Leider etwas unschön ! Die Verarbeitung ist nicht durchgehend makellos.

Auf dem Kopf fällt direkt das geringe Gewicht auf. Hier ist sofort klar, auch auf längeren Touren wird da wenig bis nichts drücken, was sich im Laufe unseres Tests auch bestätigt hat. Da stört es dann auch nicht, das MET an der Innenseite des Parabellum am Hinterkopf keine Polster vorgesehen hat. Die Verstellung läuft, wie bei Helmen dieser Bauart üblich, über einen Versteller am Hinterkopf. Beim Zudrehen ist die Verstellung deutlich hör- und spürbar, die Öffnung erfolgt stufenlos. Zusätzlich ist das Safe-T Advanced genannte System in der Höhe verstellbar, um so optimal an nahezu jede Kopfform angepasst zu werden. Die Passform des Parabellum ist also abschließend als sehr gut zu bezeichnen. Ein Verrutschen des Parabellum, auch bei längeren ruppigen Passagen, konnten wir nicht feststellen. Der Helm bleibt genau dort, wo er sein soll.

Sorgt für ausgezeichneten Sitz und lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen
Sorgt für ausgezeichneten Sitz und lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen

Die Belüftung des MET Parabellum ist ausgesprochen großzügig ausgeführt und so waren wir auch nicht verwundert auf dem Trail immer eine sehr hohe Kühlwirkung und Luftzirkulation zu verspüren. In kalten Tagen kann das sogar etwas zu viel des guten sein und man sollte zum Bandana oder Buff greifen. Tritt man Bergauf ordentlich an und produziert an der üblichen Stelle Schweiß, nämlich an der Stirn, dann kommt ein Feature des Parabellum zum Tragen. An der Stirnseite befindet sich ein Silikonpad von ca 15cm Länge welches den Schweiß zur Kopfaußenseite ableiten soll bzw. von den Augen des Fahrers fernhält. In der Praxis funktioniert das durchgehend tadellos. Praktischerweise ist das Pad mittels Klett befestigt und lässt sich unkompliziert zum Reinigen entfernen. Befestigt wird der Helm durch den Kinnriemen, leider vermissen wir auch hier eine zusätzliche Polsterung. Schade, dass an dieser Stelle mittlerweile bei vielen Herstellern gespart wird.

Die Helmhalterung soll für fast alle Modelle eine Plattform zum befestigen bieten
Die Helmhalterung soll für fast alle Modelle eine Plattform zum befestigen bieten

Fazit:

Abgesehen von ein paar kleinen Ausrutschern in der Verarbeitung leistet sich der MET Parabellum HES keine wirklichen Schwächen. Bei einer UVP von 159,95 Euro erwartet der Käufer aber sicher, dass auch diese kleinen Makel nicht vorhanden sind bzw. der Qualitätssicherung zum Opfer fallen. Die Belüftung ist sehr gut, die Schweißableitung an der Stirn funktioniert problemlos und der Sitz des Parabellum ist ausgezeichnet. Zusätzlich garniert mit dem geringen Gewicht punktet der Parabellum in unserem Helmtest ordentlich.

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35 Jahre alt, Redaktionelle Leitung und Webdesign. Fährt seit Jahren begeistert Mountainbike und ist überwiegend im Bereich All-Mountain und Enduro/Gravity zu finden. Cycleholix ist sein Baby und wird mit viel Herzblut und Engagement nach vorne getrieben. /// Daten, Fahrstil und Vorlieben: 1,75m Groß, 85kg (fahrfertig). Fahrstil ausgewogen, ab und an verspielt aber dennoch sicher. Vorliebe für anspruchsvollere, teils verblockte Trails und Airtime. Downhill Vorzugsweise im Bikepark, sehr gerne auch in alpinem Gelände unterwegs.

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