Der Giro Cipher ist ein alter Bekannter für uns und bildet diese Woche den Abschluss für Giro in unserem Helmtest. Letztes Jahr haben wir den Cipher in einem ausführlichen Einzeltest unter die Lupe genommen. Dieses Jahr geht er unverändert bis auf die Farbe erneut in das Rennen, muss sich aber stellenweise der Konkurrenz geschlagen geben.

Das Design ist stimmig und gefällt.
Das Design ist stimmig und gefällt.

Wie von Giro gewohnt kommt auch der Cipher optisch sehr stimmig daher und wartet mit einer guten Verarbeitung auf. Wir sprechen hier bewusst „nur“ von gut, da der Cipher stellenweise mit leichten Mängeln in der Verarbeitung auffällt. Das sind wie bei anderen Hersteller keine Makel, die keinen Einfluss auf die Funktion haben, aber bei einem Helm für knapp 200 Euro völlig unnötig sind. Davon abgesehen weiß der Helm wie angedeutet sehr zu gefallen. Das matte Blau in Kombination mit roten Schriftzügen und den dezenten Sandfarben kommt gut. Über Geschmack lässt sich aber bekannterweise vortrefflich streiten, also gehen wir direkt zu den wesentlichen Dingen über.

Passform und Belüftung waren und sind Punkte, die wir schon beim letzten Kontakt mit dem Cipher 2014 sehr geschätzt haben. Die Wangenpolster sind angenehm dick, liegen sehr gut an und drücken nicht. Die Aussparungen für die Ohren sind großzügig dimensioniert und in die Belüftungskanäle integriert. Hier bietet Giro zusätzlich die Option den Cipher mit dem Tune Ups Musiksystem auszustatten. Hierfür müssen lediglich die Polster aus den Aussparungen für die Ohren genommen werden und los kann es gehen.

 

Ebenfalls großzügig ausgeführt ist der Brillenkanal im Cipher, denn selbst die mächtig angesagten Hipster Hornbrillen stellen hier kein Problem dar und drücken auch bei längeren Abfahrten nicht. Abschließend würden wir den Cipher vom Komfort direkt hinter dem IXS Metis platzieren, da dieser in unseren Augen noch etwas mehr Komfort beim Tragen bietet.

Sehr praktisch ist die Möglichkeit, die Innenpolster des Cipher komplett zu entfernen und diese dann zu reinigen bzw. zu waschen. Eine Möglichkeit, die nicht mehr bei jedem Hersteller selbstverständlich ist und die sicher jeder Fahrer zu schätzen weiß, der im Hochsommer mal 4 Tage den selben Helm auf dem Kopf hatte. Da wird es verdammt warm, da wird geschwitzt und leider entsteht auch einfach ein fieser Geruch im Helm.

Die Helmhalterung für eine Action-Cam sitzt oben mittig auf dem Cipher
Die Helmhalterung für eine Action-Cam sitzt oben mittig auf dem Cipher

Temperatur ist auch unser Stichwort für die Belüftung. Diese ist mit 8 Öffnungen zwar nicht üppig ausgefallen, Giro versteht es aber durch interne Kanäle den Luftstrom so zu leiten, dass kein Hitzestau entsteht. Man verwendet hier ein ähnliches System wie Bell und leitet so Teile des Luftstroms über die Stirn des Fahrers, um eine Schweißbildung zu unterbinden. In der Praxis stellt sich das auch beim Cipher als sehr angenehme und spürbare Verbesserung dar.

Fazit:

Kleine Optische Mängel sind Kleinigkeiten, die aus einem sehr guten Helm am Ende einen guten Helm machen. Das ist alles nicht dramatisch oder reduziert den Schutz, ist aber eben einfach schade und vermeidbar. Davon abgesehen erhält man für eine UVP von 199,95 Euro mit dem Cipher einen Helm, der mit einer sehr guten Passform und potenter Belüftung ausgestattet ist. Pluspunkte gibt es für das komplett entfernbare Innenpolster zwecks Reinigung. Diese Kombination macht aus ihm dein Produkt, welches man zurecht öfter im Park zu Gesicht bekommt.

2 Kommentare

  1. Hi,

    ich habe eure Helmtests gesehen und fand sie ganz gut, konnte aber nicht wirklich ein Vergleich ziehen..

    Ich stehe zwischen Giro Cipher und Bell Full-9.
    Könntet ihr einen Vergleich machen?

    Ich bin mir nicht sicher, ob der Full-9 für Enduro taugt. Ich hatte ihn schon anprobiert, passt gut aber ziemlich dick..
    Ich will ihn für Endurorennen und ab und an Bikepark, Preis ist egal.
    Ein Rat wäre lieb 😉

    • Da wir keinen Vergleichstest hatten, gilt unsere Testreihe als Auflistung der aktuellen Modelle. Dementsprechend haben wir auch keine Empfehlung gegeben, und würden auch in diesem Fall einfach sagen. Beide anprobieren und den kaufen der sich am besten anfühlt. Das ist ein wichtiger Indikator bei Helmen…

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