LOOSE YOUTH“ -neues Junior-Downhillteam der Loose Riders Germany

Mit dem für die Saison 2015 neu gegründeten „Loose Youth“ Team, nehmen sich Manu Bechert und Fabian Rapp von den Loose Ridern Germany nun auch der Jugendförderung an. „Für mich ist es das Schönste, solch junge Fahrer mit ihren dicken Bikes zu sehen, mit ihnen zu fahren und sie zu unterstützen. Diese Ungezwungenheit und Motivation der Rookies ist einfach einzigartig“, so Manu.

Die Idee zu einem Jugendteam wuchs während der letzten Saison heran. Auf dem Rasenrennen in Olpe lernten wir den damals 14 Jahre alten Leon kennen, der sein Rad dort alleine herumschob und unseren Stromanschluß immer wieder dazu nutze, sein Handy aufzuladen. Er war uns direkt sympathisch und wir „verkuppelten“ ihn mit unserem zwei Jahre jüngeren Sohn, Emil der dort sein erstes Rennen fuhr. Als sich Ende des letzten Jahres dann noch der 14 jährige Noah aus Bad Wildbad bei uns für ein Sponsoring bewarb, kam die Idee zu einem Jugendteam dann wieder auf.

Leon Ploemacher, Emil Schlinkert-Bechert und Noah Schweizer
Leon Ploemacher, Emil Schlinkert-Bechert und Noah Schweizer

Ende der Osterferien war es dann endlich so weit und wir luden die drei für vier Tage zu uns ein, um gemeinsam die Trails im Ruhrpott unsicher zu machen und zum krönenden Abschluss noch mit dem Camper zum Bikepark Beerfelden in den tiefsten Odenwald zu fahren. Diese vier Tage waren quasi die Generalprobe, denn uns ist am Wichtigsten, dass die Kids sich verstehen, sich als Team wahrnehmen und Bock darauf haben gemeinsam Rad zu fahren. Und das hatten sie ganz eindeutig. Von Tag 1 bis 4 wurde nur geballert und gestylt. Super schnell wuchsen die 3 zu einer Einheit, der „Loose Youth“ zusammen.

Leon Ploemacher ist 15 und kommt aus dem bergischen Land am Rande Nordrhein-Westfahlens, genau genommen aus dem Örtchen Marienheide. Und hier hat im Frühjahr 2012 auch alles angefangen, als Leon von einem Freund mit auf die heimischen Trails genommen wurde und sofort angefixt war. Seine Eltern konnte Leon irgendwie davon überzeugen, ein Norco Stryke anzuschaffen, mit dem er dann auch erst einmal unterwegs war. Danach kam ein ein Scott fr30 und heute sitzt er auf einem Giant Glory von 2012. „Eigentlich ist mir das Rad mit über 18 Kilo viel zu

Leon Ploemacher
Leon Ploemacher

schwer und die Bremsen tun es auch nicht mehr, obwohl sie erst vor kurzem entlüftet wurden, meine Eltern wollen aber nicht schon wieder soviel Geld ausgeben, was auch irgendwie verständlich ist“, erzählt Leon, der nicht mal 40 Kilo auf die Waage bringt. Bei der Frage nach seinem Lieblingsfahrer bekommt er glänzende Augen „Ganz klar, Danny Hart! Das erste Mal, dass ich mir einen Worldcup angeschaut habe war 2011 in Champery, nachdem Danny seinen legendären Lauf bei miesesten Verhältnissen runter gebracht hat, hatte ich keine Fragen mehr und steh seitdem auf den Danny Hart Style und aufs Glory.

Ausser Radfahren mache ich nichts“ – das ist typisch für unseren ebenfalls 15 jährigen Noah Schweizer aus Bad Wildbad, der mit enormen Style und aussergewöhnlichem Talent daher kommt. Bereits mit nur neun Jahren fuhr der Schwarzwälder zum ersten Mal die mit Sicherheit anspruchsvollste Downhill Strecke in Deutschland in Bad Wildbad. „In Bad Wildbad kann man

nicht besonders viel machen, da ist es quasi ganz natürlich mit dem Downhill Sport anzufangen.“, so Noah. In Noahs Welt dreht sich alles nur ums Radfahren, das sieht man bereits am liebevollen Aufbau seines Scott Gamblers und da ist auch ganz klar, was Noah mal werden will: Zweiradmechaniker!

Noah Schweizer aus Bad Wildbad
Noah Schweizer aus Bad Wildbad

Noahs Einstellung zum Downhill passt einfach wunderbar zu den Loose Riders und so hat er sich für dieses Jahr in erster Linie vorgenommen viel rumzukommen und viele neue Leute kenn zulernen. „Ach ja….ein paar Rennen möchte ich auch noch fahren.“ Noah ist super bodenständig und das Gegenteil eines Hochstaplers, daher ist sein Lieblingsfahrer auch Josh Bryceland. „Ich mag Ratboy wegen seiner bodenständigen Ausstrahlung. Er kommt super natürlich rüber, das tun die meisten der anderen World Cup Fahrer irgendwie nicht.“

Emil Schlinkert Bechert ist der Jüngste bei der „Loose Youth“ und als Sohn der Teammanagerin Manu natürlich fester Bestandteil des Teams, auch wenn er auf dem Rad definitiv die wenigste Erfahrung mitbringt. Seit er vier ist, fährt Emil Motocross und seit den letzten beiden Jahren auch Rennen. „Da wir mit dem Loose Riders Stand ja eh immer auf vielen Downhillrennen unterwegs sind, war recht schnell klar, dass ich wohl zeitweise auch mal von der Motocross Maschine auf das Rad umsatteln muss. Denn bevor ich nur zuschaue, fahre ich lieber selbst mit.“ Der gerade 13 jährige findet Nico Vink richtig cool. „Ich steh auf dicke Sprünge und mag dieses übertriebene Tricksen irgendwie nicht, ausserdem ist Nico einfach nen super netter Typ.“

Emil Schlinkert-Bechert, hier noch auf dem „kleinen“ Rad unterwegs...
Emil Schlinkert-Bechert, hier noch auf dem „kleinen“ Rad unterwegs…

Manu und Fabi von den Loose Riders Germany, freuen sich nun tierisch auf die kommende Saison mit ihrem gesichteten Nachwuchs und werden sowohl bei ein paar GDCs, RDCs und einigen Rennen des NRW Cups mit den Jungs dabei sein. Wir halten euch auf dem Laufenden, was die „Loose Youth“ anbelangt.

Gemeinsam rauf, gemeinsam runter ! So entstehen Freundschaften.
Gemeinsam rauf, gemeinsam runter ! So entstehen Freundschaften.

Quelle: Loose Riders Germany Pressemitteilung, Bildmaterial: Fabian Rapp

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