Die Atlas Serie der Firma Raceface ist im Freeride und Downhill angesiedelt und bekannt. Lenker, Kurbeln und unter anderem die von uns getesteten Flat-Pedale gehören zu dieser Serie. Die Atlas Serie verspricht hohe Haltbarkeit bei ansprechendem Design und gutem Gewicht. Wir wollten wissen, ob dieses Versprechen auch bei den Flat-Pedalen zutrifft.

Die optisch sehr ansprechenden Atlas Pedale kommen in 4 typischen Raceface Farben und stellen den Käufer vor die Qual der Wahl. Wir haben uns in diesem Fall einmal vom klassischen Schwarz weg bewegt und die grüne Version gewählt. Das Atlas Design zeichnet sich durch fein gelaserte Linienwahl aus, die auf allen Produkten der Serie zu finden ist

Grün,Breit,Stark...
Grün,Breit,Stark…

Der erste Eindruck ist sehr wertig. Die Pedale sind tadellos gefertigt und verfügen über eine CrMo-Stahl Achse, welche für lange Haltbarkeit, leider aber auch oft für mehr Gewicht steht. Die von uns gemessenen 350 Gramm sind ein guter Wert für diese Materialwahl. Gelagert wird das Ganze von 4 gedichteten Industrielagern.

Der Pedalkörper selber baut groß, flach und ist zudem konkav geformt. In Zahlen bedeutet das eine Höhe von 12 – 14.5mm, sowie 101 x 114cm in Breite und Tiefe. Diese Abmessungen sorgen für eine sehr gut dimensionierte Auflagefläche, die somit nicht nur theoretisch mehr Grip bietet, sondern auch eine Alternative für Fahrer mit großen Füssen.

Die Pins sind leicht angewinkelt
Die Pins sind leicht angewinkelt

Die Pins am Außenrand des Pedals sind leicht nach innen geneigt, was zusätzlich für eine bessere „Verzahnung“ mit den Schuhen sorgen soll. Zusätzlich liefert Raceface einen kompletten Satz zusätzlicher Pins und U-Scheiben mit. Mit den U-Scheiben selber lässt sich die Höhe der Pins leicht variieren.

Damit genug zur Theorie und auf den Trail, um zu schauen, ob sich Theorie und Praxis decken.

Vom ersten Moment an ist der Kontakt zwischen Atlas Pedal und unseren 5/10 gewährleistet. Der mittlerweile sehr gut eingefahrene Schuh bildet schon fast eine Einheit mit dem Pedal. Bei der Länge und dem Winkel der Pins ist das allerdings nicht weiter verwunderlich und sorgt für gute Kontrolle sowie Vertrauen. Ein Umsetzen gestaltet sich trotz des sehr guten Grips einfach.

Durch den bereits erwähnten, großen Pedalkörper hat man das Gefühl, z.B. in Anliegern mehr Druck aufbauen zu können. Dieses wohl eher subjektive Gefühl wird einfach dadurch unterstützt, dass einfach mehr Fuß auf dem Pedal Platz findet. Eine Eigenschaft, die uns sehr gut gefallen hat. Ein größeres Pedal hat natürlich nicht nur Vorteile, denn dann würde jeder diese Form wählen.

In wirklich engen, steinigen Passagen ist es eben dieses kleine wenig mehr, was den Fahrer schneller anecken lässt. So weisen unsere Testmuster nach wenigen Tagen deutliche Gebrauchsspuren auf. Auf die Funktion hatte dies bis dato allerdings keinerlei Einfluss. Die Atlas Pedale zeigen nach knappen 2 Monaten im Einsatz keine wirklichen Verschleißerscheinungen. Ein Verhalten, welches wir so allerdings auch erwartet haben, denn wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist die Atlas Serie auf Haltbarkeit getrimmt.

Fazit: Mit dem Flat-Pedal der Atlas Serie hat Raceface nahezu alles richtig gemacht. Gutes Gewicht gepaart mit einer sehr guten Verarbeitung und dem passenden Grip, machen es zu einem Top-Produkt für Freunde der Flat-Pedale. Am Ende bleibt ein VK von 145 Euro, der die Freude etwas dämpfen kann.

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35 Jahre alt, Redaktionelle Leitung und Webdesign. Fährt seit Jahren begeistert Mountainbike und ist überwiegend im Bereich All-Mountain und Enduro/Gravity zu finden. Cycleholix ist sein Baby und wird mit viel Herzblut und Engagement nach vorne getrieben. /// Daten, Fahrstil und Vorlieben: 1,75m Groß, 85kg (fahrfertig). Fahrstil ausgewogen, ab und an verspielt aber dennoch sicher. Vorliebe für anspruchsvollere, teils verblockte Trails und Airtime. Downhill Vorzugsweise im Bikepark, sehr gerne auch in alpinem Gelände unterwegs.

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