„Es werde Licht!“, dieses Kredo hat sich der deutsche Lampen-Spezialist Lupine auf die Fahne geschrieben.  Das Lampenkopf-Flaggschiff Betty stellt mit 4.500 Lumen bei max 30.200cd mehr Licht zur Verfügung als ein Autoscheinwerfer.

Für dezentere Anwendung bei geringerem Gewicht hat Lupine die Piko im Programm. Wir konnten die Piko 4 Helmlampe einem Test unterziehen.

Piko Lampenkopf
Lupine Piko 4

Produktvorstellung

Bereits beim Auspacken fällt das hochwertige Material der Lampe auf. Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem Aluminium, sprich leicht, stabil und sehr genau gearbeitet. Auf der Oberseite befindet sich der Ein-/Ausschalter, welcher neben der Einschalt- auch die Programmierfunktion übernimmt.

Die Piko Helmlampe ist in den Versionen Piko 4, 4SC und 7 verfügbar, wobei sich diese lediglich im Akku unterscheiden. Der Lampenkopf und die Leistung sind bei allen drei Varianten gleich.

  • Piko 4 – 3.3Ah Hardcase Akku 268,00€ UVP
  • Piko 4 SC – 3.3AH SmartCore Akku mit Kapazitätsanzeige und integr. Rücklicht 300,00€ UVP
  • Piko 7 – 6.6AH Smart Core Akku mit Kapazitätsanzeige und integr. Rücklicht 339,00€ UVP

Für wahlweise rot oder blau gefärbte Varianten werden 20,00€ Aufpreis fällig.

Nachfolgend die Produkteigenschaften nach FL1 Standard:

Spezifikation nach FL1 Standard. Quelle: www.lupine.de
Spezifikation nach FL1 Standard. Quelle: www.lupine.de

Eine Liste aller technischen Angaben sind auf der Lupine Homepage zu finden. >>Link

WICHTIG: Die Lampe erfüllt die Schutzklasse IP68, d.h. alle Komponenten sind wasserfest und können unter den widrigsten Umständen eingesetzt werden. Ein Qualitätsmerkmal der Lupine Produkte.

Im Lieferumfang enthalten sind der Lampenkopf inkl. Helmhalterung, ein schmales Klett für die Helmhalterung, Verlängerungskabel, Akku, ein breites Klett mit Öse für den Akku und natürlich das Ladegerät.

Lieferumfang
Lieferumfang

Unsere Piko wiegt mit Lampenkopf, Halter und Akku 201 Gramm, setzt man das Verlängerungskabel ein, kommen 58 Gramm hinzu.

Einrichtung / Bedienung

Wie alle Lupine Produkte lässt sich auch die Piko über den Ein-/Ausschalter programmieren. Anders als z.B. beim Modell Wilma, lassen sich hier die Leuchtstufen nicht frei, sondern aus fünf vorgegebenen Programmen wählen. Es stehen wahlweise 2-, 3- oder 4-Stufen Programme zur Verfügung, in denen Leistung von 0,3W bis 13W abgerufen werden kann.

Standartmäßig wird die Piko mit einem 3-Stufen Programm ausgeliefert:

  • 13W / 1200lm
  • 4W / 650lm
  • 3W / 40lm

D.h. beim Einschalten wird mit voller Leistung gestartet und pro Druck auf dein Ein-/Ausschalter wird eine Stufe runter geregelt. Diese Reihenfolge kann ebenfalls über die Programmierung umgekehrt werden.

Auf dem Helm

Die Montage am Helm ist kinderleicht. Mit dem dünnen Klettband wird der Lampenkopf auf dem Helm fixiert. Hierzu wird das Band durch die Lüftungsschlitze geführt, je durch eine Seite im Lampenkopfhalter gezogen und umgelegt. Der Akku kann entweder mit dem breiten Klettband auf der Helmrückseite befestigt oder per Verlängerungskabel im Rucksack verstaut werden. Um keine abstehende Schlaufe zu bilden, werden der Lampenkopf und der Akku im Helm verbunden.

Fliegengewicht, die montierte Piko
Fliegengewicht – Die am Helm montierte Piko

Zunächst waren wir skeptisch, ob das Kabel am Kopf unangenehm drücken wird, bei der ersten Anprobe wurden diese Zweifel bereits beseitigt.

Wichtig hierbei ist auf die korrekte Montage des Akkus zu achten, die Öse durch die das Klettband gezogen wird, muss auf der vom Helm abgewandten Seite platziert werden:

Auf die korrekte Akkumontage achten
Auf die korrekte Akkumontage achten. Quelle: www.lupine.de

Auf dem Trail

Die zusätzlichen 201 Gramm am Helm fallen zwar auf, sind aber in keiner Weise störend und behindern die Kopfbewegung bei rasanten Abfahrten nicht.

Der Lichtkegel bei 13W / 1.200lm ist breit und hell. Der Spot in der Mitte ist groß und fällt zum Rand sehr weich aus. Kein Vergleich zu harten Spots günstiger Wettbewerbsprodukte.

Während der Fahrt lässt sich der Ein-/Ausschalter trotz Langfingerhandschuh komfortabel fühlen und so die einzelnen Leuchtstufen durchschalten bzw. die Lampe Ein- und Ausschalten. Mit dicken Winterhandschuhen ist es etwas schwieriger aber immer noch problemlos möglich.

Leuchtweiten / Leuchtdauer

Alle Bilder wurden mit der gleichen Einstellung aufgenommen, lediglich verkleinert und das Logo eingefügt: ISO200, Blende f4 und 2S Belichtungszeit. Zur Bemaßung haben wir auf 100m Pylonen im Abstand von 20m aufgestellt.

Bei 13W reicht der Lichtkegel 40m und leuchtet den Weg großflächig sowie weich aus. Perfekte Attribute um in rasanten Abfahrten die Linie zu sehen. In der 4W Leuchtstufe reicht der Kegel 20m, eine perfekte Einstellung beim „Strecke machen“. Nein, das Foto für die 0,3W Leuchtstufe ist nicht versehentlich die Darkframeaufnahme. Diese Leuchtstufe eignet sich entweder zum Bergauf fahren um Strom zu sparen (wobei man die Lampe dann auch ganz ausschalten kann) oder aber um in der Dunkelheit z.B. einen platten Reifen zu wechseln.

Die Akkulaufzeit entspricht in etwa den von Lupine angegebenen Zeiten, wobei wir die 80 Stunden in der 0,3W Einstellung nicht nachgemessen haben.

Leuchtzeiten
Leuchtzeiten

Zubehör sinnvoll kombinieren

Für Vielfahrer die ständig zu hellen und dunklen Tageszeiten unterwegs sind, haben wir einen Tipp:

Trotz dass die Montage der Piko schnell und simpel ist; baut man die Lampe im z.B. zwei Tages-Rhythmus an und ab kann das nerven. Um hier flexibler zu sein, benötigt man lediglich zwei Zubehör-Artikel aus dem Lupine Katalog.

Lampenkopf-Kletthalter

Der Lampenkopf kann an dafür geeigneten Helmen mit einem Kletthalter aufgebracht werden. Die Unterseite des Kletts wird dabei per 3M Kleber auf dem Helm aufgeklebt und der Halter bei Bedarf aufgesetzt. Die Klettverbindung hält bombenfest.

Sinnvolles Zubehör 1 - Der Klett-Lampenkopf-Halter Quelle: www.lupine.de
Sinnvolles Zubehör 1 – Der Klett-Lampenkopf-Halter Quelle: www.lupine.de

FastClick Halter

Für Kopflampen bietet Lupine den sogenannten FastClick Akku an. Dieser wird in eine Haltevorrichtung auf der Rückseite des Stirnbandes eingeklickt. Dieser Halter ist auch als Helmvariante verfügbar und kann permanent mit einem Klettband an der Rückseite des Helms befestigt werden:

Sinnvolles Zubehör 2 - Der FastClick Halter Quelle: www.lupine.de
Sinnvolles Zubehör 2 – Der FastClick Halter Quelle: www.lupine.de

Der Haken an der Sache: der bei den Piko Helmlampen mitgelieferte Akku unterstützt diese Funktion nicht und ein FastClik-Modell (66,00€) müsste nachgekauft werden. Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit.

Möglichkeit 1:

  • Piko 4 268,00€
  • FastClick Akku 66,00€
  • FastClick Helmhalter 10,00€
  • Piko/Neo Klett-Helmhalter 12,00€

Gesamtkosten: 356,00€

Wem also die Möglichkeit wichtig ist, die Lampe schnell bei Bedarf an- und abzubauen, der sollte direkt ein Piko 4x Set kaufen und um die zwei Halter erweitern.

Möglichkeit 2:

  • Piko 4x 285,99€
  • FastClick Akkuhelmhalter 8,00€
  • Piko/Neo Klett-Helmhalter 12,00€

Gesamtkosten: 305,99€

Zwar fehlt bei Möglichkeit 2 der originäre Helmhalter der Piko (10,00€), dafür besitzt man ein Kopfband und kann die Piko noch breiter einsetzen (z.B. beim Joggen oder beim Fotoshooting als Hilfslicht).

Fazit

Kleines Ding, großer Wirkung. Wie von Lupine gewohnt besticht die Piko mit hoher Qualität und Liebe zum Detail wie die Programmierbarkeit und das wertige Zubehör. Die bereitgestellte Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe sind aktuell unübertroffen. Hinzu kommt, dass der Piko jegliches Wetter „egal“ ist . All diese Eigenschaften rechtfertigt in der ganzheitlichen Betrachtung den Preis von 268,00€.

Von unserem Helm ist die Piko nicht mehr wegzudenken.

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