Wenn man nützliche Untensilien auf die Tagestour mitnehmen möchte, ein Tourenrucksack selber zu groß und die Satteltasche zu klein ist, dann kommen Rucksäcke ins Spiel wie der BA3 Evo von Ergon. In Zahlen bedeutet das ca 15 Liter Packvolumen + 2 Liter Trinkblase, sowie praktische weitere Features, um die wichtigsten Dinge bei einer Tour dabei zu haben.

Der Rucksack richtet sich also an Fahrer von Tagestouren und durch die Option eines Rückenprotektors auch durchaus für Teilnehmer eines Endurorennes über längere Etappen.

Produktvorstellung:

Kompakter Mountainbike-Rucksack speziell für den Enduro- und All Mountain Einsatz. Dank 4-fach verstellbarem Tragesystem, Lastkompressionsprinzip „Adaptive Carrier System“ und biegsamer Aluminium-Formschiene lässt sich der Rucksack passgenau auf die Anatomie des jeweiligen Fahrers einstellen. Der BA3 Evo Enduro liefert 15+2 Liter Volumen und verfügt über vertikale Aufnahmegurte für Protektoren, ein kombiniertes Fullfacehelm-/Nasswäschefach und weitere Kompressionsgurte. Die Taschen unterteilen sich in ein Hauptfach mit 4 Innentaschen, ein separates Trinkblasenfach, eine Fronttasche mit Orgafach für Tools und Pumpen sowie eine Hüfttasche. Praktisch: Aufnahmeschlaufe für iPhone® Drybag von Topeak® am Schultergurt. Der breite, elastische Hüftgurt lässt sich mit nur einer Hand feinjustieren.

Alle Features des BA3 EVO im Detail
Alle Features des BA3 EVO im Detail

 Quelle: ergon-bike.com

Verarbeitung/Design:

Der BA3 kommt grundsätzlich in 2 Farben zum geneigten Kunden. Das sind Schwarz und Blau. Beide Varianten sind optisch sehr ansprechend und wir entschieden uns für das klassische schwarze Modell. Die Verarbeitung des Ergon bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau und basiert auf einem Materialmix aus Nylon, Neopren und Polyester. Wir fanden keine Mängel an Nähten oder Reißverschlüssen, reden hier aber auch über ein Produkt mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 130 Euro, bei dem man auch einfach keine schlechte Verarbeitung erwartet. Was diesen Punkt angeht haben allerdings fast alle bekannten Hersteller ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht. Das Design selber ist als gelungen zu bezeichnen, aber hier entscheidet natürlich immer der jeweilige Geschmack. Das ganze Produkt vermittel den Eindruck als hätte man sich lange Gedanken über die Entwicklung gemacht und kennt die Bedürfnisse seiner Kunden gut.

Funktionen/Ergonomie/Aufbau:

Den BA3 gibt es in 2 Größen (Small und Large) zu kaufen. Durch ein recht einfaches, aber effektives System der Größenverstellung lässt sich der BA3 zusätzlich durch nur zwei Handgriffe auf jeden Träger anpassen. Unsere Variante (in Large) konnte mittels diesem Feature von Medium bis Xlarge verstellt werden. Dafür müssen lediglich die beiden äußeren Rückenpolster gelöst werden, der mittlere Gurt auf die gewünschte Größe eingestellt werden (siehe Markierungen) und schon kann es weiter gehen. Der minimale Zeitaufwand sorgt dafür, dass man den Rucksack jederzeit an seine Bedürfnisse anpassen kann. Allerdings war es in unserem Fall auch nur exakt einmal notwendig.

Der BA3 verfügt über 3 Bereiche, in denen der mittlere für den meißten Stauraum sorgt. Der hintere dient für die eventuelle Trinkblase (als Zubehör von Ergon erhältlich) und den Protektor (ebenfalls als Zubehör von Ergon) und der vordere kann für Schlüssel oder andere Kleinigkeiten gut genutzt werden. Das Hauptfach beinhaltet eine mittelgroße separate Tasche und eine Netzlasche in der sich der Regenschutz verbirgt. Der Innenaufbau wirkt wie der Rest des BA3 sehr durchdacht und schlüssig. Eine Besonderheit bietet der Rucksack bei der Benutzung einer Trinkblase. Man nutzt nicht die bekannten Öffnungen an der Seite der Rucksäcke, sondern gibt dem Träger die Option den Schlauch an der Position aus dem Rucksack laufen zu lassen, die Ihm am meisten zusagt. An den Trägern kann der Schlauch dann ebenfalls links oder rechts geführt werden. Fixiert wird das ganze mit einem 2-seitigen Reißverschluss. Neben der Möglichkeit einen Fullface Helm am Rucksack zu befestigen finden sich auch die Option Schien- oder Ellenbogenschoner am Rucksack zu befestigen, ohne den Schwerpunkt großartig zu verändern. Dies ist sicher auf die verbaute Aluminium Trägerschiene im Rückenteil zurück zu führen. Der Beckengurt ist breit und sitzt genau dort, wo er sitzen soll. Abgerundet wird das ganze durch ein kleines Fach am Gurt selber, welches sich perfekt für Kleingeld eignet.

Wenn man den BA3 schlussendlich an die eigenen Bedürfnisse angepasst hat, sitzt der Rucksack gut am Rücken und stört auch auf längeren Touren nicht. Das verwendete Polster sorgte allerdings in unserem Fall für einen leichten Wärmestau am Rücken. Da wir das Packvolumen mit Schonern und Fullface Helm allerdings oft voll ausgenutzt haben, ist das ein Punkt, der auch bei anderen Rucksäcken auftreten würde. Hier macht sich das Einsatzgebiet und die kompakte Bauweise eben bemerkbar. Die Belüftungen sind bei Tourenrucksäcken besser gelöst, diese sind allerdings auch deutlich teurer und vor allem größer. Temperatur, Ergonomie und Komfort bieten hier also eine insgesamt gute Abstimmung.

Das passende Equipment für die Enduro Tour
Das passende Equipment für die Enduro Tour

In der Praxis hat das alles natürlich diverse Vorteile für den Träger selber. Die einzelnen Fächer lassen sich problemlos erreichen und sind zusätzlich sinnvoll unterteilt. Verstaute Dämpferpumpen zum Beispiel bleiben am angestammten Platz und auch wenn der Rucksack nicht voll beladen ist, bringen auch stärkere Bewegungen den Inhalt nicht unbedingt aus der Ruhe. Alle Gurte lassen sich optimal auf die Bedürfnisse des Trägers anpassen und fixieren. Der Nässeschutz funktioniert hervorragend und umschließt den Rucksack sorgfältig. Das verwendete Material trocknete in den Pausen sehr schnell und konnte nach dem Regenguss wieder verstaut werden. Der Rucksack selber verfügt über eine leichte Imprägnierung, um leichten Schauern zu wiederstehen. Diese Imprägnierung sorgt zusätzlich dafür, dass eine eventuelle Schlammpackung anschließend schnell entfernt werden kann, was grade in der Jahreszeit, auf die wir uns zu bewegen ein wichtiger Punkt ist.

Fazit:

Die Option, den BA3 EVO Enduro durch einen Protektor noch in der Sicherheit aufzuwerten plus die Option, eine Trinkblase zu verstauen, macht aus dem Rucksack ein gutes Produkt für den erweiterten Einsatz. Ob nun die kleine Feierabendrunde nur mit Trinkblase oder aber die große Tagestour mit Ausflug auf steilen Trails mit der nötigen Schutzausrüstung, der BA3 macht all dies problemlos mit und möglich. Perfekt wäre es für uns gewesen, wenn Ergon bereits eine Trinkblase mitliefert, diesen Weg gehen aber auch andere Hersteller leider selten. Schlussendlich ist der BA3 ein Rucksack, der einen ganz genauen Blick Wert ist und für 130 Euro ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet.

[adrotate banner=“4″]

Teilen
Vorheriger ArtikelTest – Easton Havoc Carbon 35
Nächster ArtikelTest – Propain Rage
35 Jahre alt, Redaktionelle Leitung und Webdesign. Fährt seit Jahren begeistert Mountainbike und ist überwiegend im Bereich All-Mountain und Enduro/Gravity zu finden. Cycleholix ist sein Baby und wird mit viel Herzblut und Engagement nach vorne getrieben. /// Daten, Fahrstil und Vorlieben: 1,75m Groß, 85kg (fahrfertig). Fahrstil ausgewogen, ab und an verspielt aber dennoch sicher. Vorliebe für anspruchsvollere, teils verblockte Trails und Airtime. Downhill Vorzugsweise im Bikepark, sehr gerne auch in alpinem Gelände unterwegs.

Kommentar verfassen